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Lehrer*in werden, Zukunft gestalten!

Fachkräftemangel? Kritik und Behauptungen im Faktencheck

Behauptung 1

»Brandenburg stellt nicht genügend Lehrkräfte ein«

Falsch! Noch nie wurden in Brandenburg pro Jahr so viele Lehrkräfte eingestellt wie heute. Leider wurde in der Zeit vor 2009 unter SPD und CDU versäumt, ausreichend Lehrer*innen einzustellen. Erst seit DIE LINKE mitregiert, hat sich das geändert. Trotzdem bleibt der Mangel an Fachkräften in den nächsten Jahren eine Herausforderung.

  • Die Referendariatsstellen sind seitdem um 60 Prozent erhöht sowie zusätzliche Stellen für die Studienseminare geschaffen worden.
  • Die Stellen für Lehrkräfte wurden seit 2014 um 15 Prozent angehoben, während die Zahl der Schüler*innen um 8 Prozent gestiegen ist.
  • In den nächsten Jahren brauchen wir Seiteneinsteiger*innen, um den Bedarf an den Schulen zu decken, deshalb stehen entsprechende Qualifizierungsprogramme zur Verfügung.
  • Erfahrene Lehrkräfte, die Seiteneinsteiger*innen begleiten, erhalten mehr Geld (100 Euro Zulage) und Zeit.
  • Die Kapazitäten für die Lehrkräfteausbildung sind aufgestockt: 2020 werden 1000 Lehramtskandidat*innen in Brandenburg ihr Studium aufnehmen können, statt wie bisher 650.
  • Das Freiwillige Soziale Jahr an insgesamt 75 Schulen wird gefördert.
Behauptung 2

»Der Lehrberuf in Brandenburg ist unattraktiv«

Falsch! Im Vergleich zu anderen Bundesländern haben Lehrkräfte in Brandenburg gute Bedingungen.

  • Die Zahl der Pflichtstunden der Lehrkräfte ist gesenkt worden.
  • Alle Lehrer*innen mit 2. Staatsexamen wurden auf die A13 hochgestuft. Damit liegen wir bei der Höhe des Einstiegsgehaltes an 8. Stelle aller Bundesländer. Die Lehrkräfte mit einer DDR-Ausbildung bekommen zunächst A12, ab 2020 die A13.
  • Brandenburg ist ein Land, in dem Lehrkräfte verbeamtet werden.
  • Mehrarbeit von Lehrerinnen und Lehrer wird schneller bezahlt.
  • Um Lehrkräfte zu entlasten, setzen wir auf multiprofessionelle Teams – dafür ist die Schulsozialarbeit gestärkt worden, Gesundheitsfachkräfte sollen mehr an Schule tätig werden, zusätzliches pädagogisches Personal kann an den Schulen des Gemeinsamen Lernens eingestellt werden. Das gilt es auszubauen.
  • Wir kämpfen noch immer für die Umsetzung eines praktikablen Gesundheitsmanagements für Lehrkräfte und sonstiges pädagogisches Personal.
Behauptung 3

»Der Unterrichtsausfall gefährdet die Bildung unserer Kinder«

Falsch! Wenn Unterricht ausfällt, ist das ein Problem, aber vollständig verhindern lässt es sich kaum.

  • Brandenburg steht im bundesweiten Durchschnitt gut da. In den vergangenen Schuljahren lag der Anteil der gänzlich ausgefallenen Stunden bei ca. 2 Prozent.
  • Das Land unterstützt mit einem Vertretungsbudget, um schnell und gezielt kurz- und mittelfristigen Unterrichtsausfall angehen zu können.
  • Die Linksfraktion kämpft für ein progressives Verständnis von Lernkultur und für gemeinsames Lernen: Dabei geht es weniger um starre Unterrichtsformen, sondern darum, wie wir junge Menschen motivieren und begeistern zu lernen. Lehrkräfte als Lernbegleiter*innen, flexible Stundenpläne, kooperative Lernmethoden, fach- und jahrgangsübergreifender Unterricht, soziales Lernen, Entwicklung eines Schulklimas, welches geprägt ist von gegenseitigem Respekt und Toleranz – das sind Grundlagen für gute Schulen und erfolgreiches Lernen.
  • Hierbei werden wir die Schulen unterstützen!
Behauptung 4

»Unsere Lehrer*innen sind schlecht auf den Unterricht vorbereitet«

Falsch! Seit der Erneuerung des Lehrerbildungsgesetzes unter Mitwirkung der Linksfraktion hat sich das Lehramtsstudium qualitativ verbessert.

  • Schon früh im Studium gibt es Praktika in Schulen.
  • Im Praxissemester wird unter Anleitung der Einsatz als Lehrkraft geprobt.
  • Der Anteil an Pädagogik und Didaktik im Studium ist erhöht.
  • Alle künftigen Lehrkräfte werden besser auf die Anforderungen der Inklusion vorbereiten.
  • Während Referendar*innen in allen anderen Bundesländern allein unterrichten müssen, werden sie in Brandenburg stets von einer erfahrenen Lehrkraft unterstützt.
  • Der Vorbereitungsdienst dauert 12 Monate, sofern Unterrichtserfahrung nachgewiesen wird, um den Eintritt ins Berufsleben zu beschleunigen.
  • Wir fordern eine bessere Verzahnung der Ausbildungsphasen an der Universität, den Studienseminaren und dem Berufseinstieg.
  • Die Fächer Förderpädagogik, Kunst und berufliche Bildung werden als grundständiges Studium an der Uni Potsdam wieder eingeführt, nachdem sie unter Rot-Schwarz abgeschafft wurden.
  • Wir haben zudem Fortbildungsangebote für Lehrer*innen ausgebaut.