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Unser A bis Z

Hier sind die aktuellen Grundpositionen der Fraktion zu einzelnen Politikfeldern zu finden. Das Angebot wird noch erweitert. Bei Fragen zu Themen, die hier noch nicht abrufbar sind, empfehlen wir den direkten Kontakt zu den Abgeordneten bzw.  zur Geschäftsstelle.

Niederdeutsch

Der Einsatz für das in Brandenburg als Regionalsprache anerkannte Niederdeutsch ist für uns LINKE Bestandteil der Bemühungen um die Sicherung demokratischer Rechte für alle in Brandenburg Lebenden. „Mit den Minderheiten – für die Minderheiten“ – gilt für die Landtagsfraktion auch in Bezug auf die Pflege der niederdeutschen Sprache.

Das Niederdeutsche lebt in vielen Regionen unseres Landes: Etliche Freunde der Sprache haben insbesondere im Rahmen des Kulturbundes und des Vereins für Niederdeutsch viel getan, um diese Sprache zu erhalten.

Wir LINKE betrachten die Regionalsprache Niederdeutsch als Bereicherung im Zusammenleben in unserem Land. Mit dem Beschluss „Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt in Brandenburg ausbauen“ haben wir die Landesregierung beauftragt, mit Verbänden und Vereinen, die sich der Verbreitung, Pflege und Revitalisierung des Niederdeutschen widmen, konzeptionelle Eckpunkte zur weiteren Arbeit im Sinne des Grundsatzpapiers „Charta-Sprachen in Deutschland – gemeinsame Verantwortung“ zu erarbeiten. Anfang 2018 wurde vor diesem Hintergrund eine Vereinbarung über die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der niederdeutschen Sprachgruppe unterzeichnet. In ihr werden konkrete Handlungsfelder für den Erhalt der niederdeutschen Sprache formuliert. Der Fokus liegt unter anderem auf der Stärkung der öffentlichen Sprachpräsenz, der Ermutigung zu verstärktem privaten Sprachgebrauch sowie der Bekämpfung von Diskriminierung. Die Vereinbarung enthält auch die Zusicherung einer finanziellen Unterstützung für das weitgehend ehrenamtliche Engagement des Vereins für Niederdeutsch in Höhe von 50.000 Euro.

Nach unserer Auffassung muss insbesondere das Brandenburger Bildungssystem noch viel stärker die Bedürfnisse derjenigen berücksichtigen, die die Regionalsprache sprechen oder sich diese aneignen möchten. In enger Abstimmung mit den Sprecherinnen und Sprecher des Niederdeutschen müssen konkrete Maßnahmen zur Bewahrung und auch zur Revitalisierung der Regionalsprache Niederdeutsch erarbeitet und umgesetzt werden.

Ein erster niederdeutscher Akzent wurde in der neuen Wahlperiode bereits gesetzt. Ausgehend von den Vorarbeiten der rot-roten Landesregierung wurde durch einen Erlass ermöglicht, dass neben sorbischen/wendischen Gemeinden nun auch Gemeinden und deren Ortsteile, die sich zur Pflege des Niederdeutschen bekennen, Ortseingangsschilder in ihrer niederdeutschen Muttersprache haben dürfen.

Der Anregung des Vereins für Niederdeutsch in Brandenburg e.V., den Schutz der Regionalsprache verfassungsrechtlich abzusichern und vergleichbar mit dem Sorben/Wenden-Gesetz in Brandenburg und dem Friesen-Gesetz in Schleswig-Holstein auch ein spezielles Gesetz auf den Weg zu bringen, steht DIE LINKE aufgeschlossen gegenüber.

Weiterführende Informationen

  • „De, de in de Minnerheet sünd, bewohren - Niederdeutsch in Brandenburg - Positionspapier der Linksfraktion (2015)
  • Antrag „Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt in Brandenburg ausbauen“ (30.06.2015): Drucksache 6/1902
  • Vereinbarung über die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der niederdeutschen Sprachgruppe (19.02.2018): Amtsblatt für Brandenburg
  • „Unterstützung des Landes Brandenburg beim Erhalt und der Revitalisierung der niederdeutschen Sprache und Kultur (2014 - 2019)“ (07.08.2019): Drucksache 6/11870
  • „Diskriminierung von Minderheiten im Alltag bekämpfen“ – Linksfraktion legt Vorschlag für eine Änderung der Landesverfassung vor (19.12.2019): Presserklärung von Kathrin Dannenberg
  • „Zweisprachig deutsch-niederdeutsche Ortstafeln - Nachfrage zur Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage“ (27.02.2020): Drucksache 7/793
  • Zweisprachige deutsch-niederdeutsche Beschriftung des Verkehrszeichens Z 310 der Straßenverkehrs-Ordnung“, Erlass des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (19.02.2020): Amtsblatt für Brandenburg