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Unser A bis Z

Hier sind die aktuellen Grundpositionen der Fraktion zu einzelnen Politikfeldern zu finden. Das Angebot wird noch erweitert. Bei Fragen zu Themen, die hier noch nicht abrufbar sind, empfehlen wir den direkten Kontakt zu den Abgeordneten bzw.  zur Geschäftsstelle.

Niederdeutsch

Der Einsatz für das in Brandenburg als Regionalsprache anerkannte Niederdeutsch ist für uns LINKE Bestandteil der Bemühungen um die Sicherung demokratischer Rechte für alle in Brandenburg Lebenden. „Mit den Minderheiten – für die Minderheiten“ gilt für die Landtagsfraktion auch in Bezug auf die Pflege der niederdeutschen Sprache.

Das Niederdeutsche lebt in vielen Regionen unseres Landes: Etliche Freunde der Sprache haben insbesondere im Rahmen des Kulturbundes und später des Vereins für Niederdeutsch in Brandenburg e.V. viel getan, um diese Sprache zu erhalten.

Wir LINKE betrachten die Regionalsprache Niederdeutsch als Bereicherung im Zusammenleben in unserem Land. Nach unserer Auffassung muss das Land deutlich mehr als bisher tun, um die niederdeutsche Sprachgruppe zu unterstützen, denn die Sprache ist in Brandenburg extrem bedroht. Dazu bedarf es mehr als der einen oder anderen Projektförderung. Zum Erhalt und zur Revitalisierung der niederdeutschen Sprache ist eine systematische Förderung über ein Landesgesetz und nachfolgend auch über einen Landesmaßnahmenplan notwendig.

Mit dem Beschluss „Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt in Brandenburg ausbauen“ hatten wir die rot-rote Landesregierung bereits im Jahr 2015 beauftragt, mit Verbänden und Vereinen, die sich der Verbreitung, Pflege und Revitalisierung des Niederdeutschen widmen, konzeptionelle Eckpunkte zur weiteren Arbeit im Sinne des Grundsatzpapiers „Charta-Sprachen in Deutschland – gemeinsame Verantwortung“ zu erarbeiten. Anfang 2018 wurde vor diesem Hintergrund eine Vereinbarung über die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der niederdeutschen Sprachgruppe unterzeichnet.

In der laufenden Wahlperiode haben wir die Forderung der Niederdeutschen nach Verankerung des Schutzes der Regionalsprache in der Landesverfassung unterstützt. DIE LINKE hat dazu im Dezember 2019 einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt.

Im März 2021 folgte ein Antrag, der sich speziell dem Schutz und der Revitalisierung des Niederdeutschen widmete. Schwerpunkt dieses Antrages war der Bildungsbereich, weil gerade hier aus der Sicht der Sprachgruppe der größte Nachholbedarf besteht. Leider kam der von uns von Beginn an angestrebte gemeinsame Antrag nicht zustande, nicht einmal inhaltliche Gespräche gab es. Letztendlich haben wir aber einige Schritte in die richtige Richtung angestoßen. Ein Niederdeutsch-Gesetz wird ebenso geprüft wie auch spezifische Maßnahmen in Bezug auf Schulen und Kitas. Angesichts der bestehenden akuten Gefahr wäre schnelleres Handeln von Landtag und Landesregierung aber angezeigt gewesen.

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