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Unser A bis Z

Hier sind die aktuellen Grundpositionen der Fraktion zu einzelnen Politikfeldern zu finden. Das Angebot wird noch erweitert. Bei Fragen zu Themen, die hier noch nicht abrufbar sind, empfehlen wir den direkten Kontakt zu den Abgeordneten bzw. zu den thematischen Arbeitskreisen.

Filmstandort

Der Brandenburger Filmstandort besitzt eine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. DIE LINKE Fraktion im Landtag fordert erstens, dass bei der Vergabe von Brandenburger Fördermitteln für Filmprojekte die sozialen Mindeststandards für die Filmschaffenden eingehalten werden. Gleiches sollte für die Medienschaffenden in Brandenburg allgemein gelten. Zweitens setzt sich die Linksfraktion dafür ein, dass den ca. 1500 Mitarbeitern in arbeitnehmerähnlichen Verhältnissen beim rbb, den sogenannten Festen Freien, die gleichen Mitbestimmungsrechte eingeräumt bekommen wie den Festen. Die Rechte der Interessenvertretung der Freien müssen klarer formuliert und ausgebaut werden und dürfen nicht dem Einschätzungsspielraum der Dienststelle überlassen werden.

Die LINKE wünscht sich Breite und Vielfalt im deutschen Film. Dies gilt sowohl für die Produzentenlandschaft als auch für das Filmangebot in den verschiedenen Genres. Die deutsche Filmförderung schreibt in den letzten Jahren weder wirtschaftlich noch filmkulturell gesehen eine Erfolgsgeschichte. Zu wenige Firmen zahlen die Fördermittel zurück, zu wenige Filme gewinnen internationale Preise. Es gibt oftmals zu viele Gremien, die bei der Förderung eines einzigen Films mitreden. Die Vertreter der Sender achten vor allem darauf, für ihre finanzielle Beteiligung möglichst viele Filme preiswert für ihre Programme zu bekommen. So wird das kreative Potential der Macherinnen und Macher zu oft beschnitten. Dies ist ein Grund dafür, dass es zu wenige Filme gibt, die die Fördergelder wieder einspielen bzw. auf internationalen Festivals Preise gewinnen.

Die Filmförderung in Deutschland muss insgesamt gesehen erfolgreicher werden. Wer fünfmal gefördert wurde und weder einmal die Fördersumme für einen Film ganz zurückgezahlt hat bzw. bei mindestens einem Festival einen Preis gewonnen hat, sollte in Zukunft seine Filme frei finanzieren und also aus dem Fördersystem ausscheiden. Dafür setzt sich DIE LINKE auf Bundesebene ein, während auf Landesebene versucht wird, den Spagat zwischen filmwirtschaftlichen Erfolg für Brandenburg und sozialen Mindeststandards gerecht zu werden.

Weiterführende Informationen

  • Innovation statt Kommerz, Zur Neuausrichtung des Filmförderungsgesetzes (Broschüre der Linksfraktion im Bundestag)
  • Redebeitrag von Dr. Volkmar Schöneburg vom 5. April 2017 (Videomitschnitt des RBB)