Tag der Milch: Endlich die Rahmenbedingungen für Milchbauern verbessern!

Thomas Domres

Zum internationalen Tag der Milch am 1. Juni erklärt der agrarpolitische Sprecher Thomas Domres zur Antwort auf eine von ihm gestellte Kleine Anfrage:

Die Wertschöpfung der Milchwirtschaft in Brandenburg liegt bei über einer halben Milliarde Euro pro Jahr. Sie ist ein wichtiges Standbein für die Landwirtschaft und viele Betriebe. Doch der Milchwirtschaft geht es schlecht, die Zahl der Haltungen und Milchkühe nahm innerhalb von zehn Jahren um ein Viertel ab. Das liegt vor allem an der Abhängigkeit von Weltmarktpreisen, von Molkereien und verarbeitenden Betrieben, die nach Belieben die Preise diktieren. Es müssen endlich verbindliche Lieferverträge vorgeschrieben werden, damit die Milchbauern wissen, wie viel Milch abgenommen wird und welchen Preis sie dafür bekommen. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, aber die Bundesregierung kommt nicht zu Potte, weil vor allem die FDP blockiert. Auch ein Supermarkt verteilt nicht Milch an Kunden und überlässt es ihnen, im Nachhinein den Preis zu bestimmen.

Ihre Hausaufgaben machen muss ebenso die Landesregierung. Um das Ziel zu erreichen, den Tierbestand von 2020 zu halten, sind die Rahmenbedingungen für die Haltung zu verbessern. Vor allem sollte die Landesregierung endlich die Nutztierstrategie vorlegen, die sie schon für 2021 versprochen hatte.“

 

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