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Politik mit den Minderheiten für die Minderheiten

Brandenburg ist Heimat zweier anerkannter ethnischer Minderheiten, der Sorben/Wenden wie der Sinti und Roma. Und zu Brandenburg gehört die in mehreren Regionen gesprochene Regionalsprache Niederdeutsch.

Zu den wichtigen Ergebnissen rot-roter Politik in den vergangenen 10 Jahren gehört, dass Brandenburg erstmals ein System von Gesetzen bzw. Vereinbarungen hat, das die
Rechte der Sorben/Wenden, der Sinti und Roma sowie der „Plattdüütschen“ garantiert. Wir haben zudem die Rahmenbedingungen für ihre Mitwirkung an der Landespolitik
erheblich erweitert.

Vieles haben wir erreicht:

  • Das Sorben/Wenden-Gesetz (SWG) wurde unter Beteiligung der Minderheit endlich den aktuellen Erfordernissen angepasst — Sprache und Kultur werden auf dieser Grundlage umfassender denn je gefördert: 2,8 Mio. Euro (2009) stehen 4,3 Mio. (2019) gegenüber.
  • Weitere Gemeinden wurden in das angestammte Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden aufgenommen. Wir lassen die Kommunen nicht allein, sondern unterstützen
  • sie bei der Umsetzung des SWG, gegenwärtig mit rund 400.000 Euro pro Jahr.
  • Das Land stellt Mittel für die Digitalisierung des Kulturgutes der Sorben/Wenden zur Verfügung.
  • Mit dem deutlich erhöhten Landesanteil an der Stiftung für das sorbische Volk (3,2 Mio. Euro/Jahr) werden zahlreiche Projekte zur Revitalisierung der niedersorbischenSprache und zum Erhalt der Kultur ermöglicht.
  • Erstmals wurde 2017 ein umfassender Bericht zur Lage des sorbischen Volkes vorgelegt und im Landtag diskutiert.
  • Ab 2019 beteiligt sich das Land mit 400.000 Euro im Jahr an der Finanzierung sorbischer/wendischer Bildungsangebote in Kindertagesstätten.

Und hier bleiben wir dran:

  • Brandenburg braucht ein umfassendes Konzept zur Vermittlung der niedersorbischen Sprache von der Kita bis zur beruflichen (Hochschul-)Ausbildung. Nur so kann die Revitalisierung der Minderheitensprache, die 1998 mit dem „Witaj-Projekt“ in der Kita „Mato Rizo“ in Sielow/Žylow begann, dauerhaft Erfolg haben. Das Land muss zügig Schlussfolgerungen aus der Evaluierung sorbischer/wendischer Bildungsangebote ziehen.