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Ben Gross

Thomas Domres und Andreas Büttner

Rettung von RB73/74: Ländlicher Bahnverkehr braucht langfristige Perspektive!

Ben Gross

Verkehrsminister Guido Beermann hat angekündigt, die Bahnstrecken RB73 und RB74 würden nun doch bis 2026 weiterbetrieben. Ein Ausbau als weitere Regionalexpressverbindung zwischen Berlin und Rostock werde gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern geprüft.

Dazu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Thomas Domres:

„Die vorläufige Rettung der kleinen Regionalbahnlinien ist eine gute Nachricht für die Prignitz. Sie zeigt, dass gemeinsamer Druck der Menschen vor Ort, der betroffenen Kommunen und der Opposition im Landtag erfolgreich sein kann. Die Einschätzung des Verkehrsministers, diese Bahnstrecken würden nur als Durchgangstrasse von Berlin nach Mecklenburg-Vorpommern taugen, teile ich allerdings nicht. Dass die große Lösung von Berlin nach Güstrow und Rostock in Angriff genommen wird, ist sinnvoll. Bis dahin kann und sollte aber schon jetzt eine Durchbindung von Neustadt/Dosse nach Meyenburg im Stundentakt erfolgen. Den unattraktiven Ist-Zustand vier Jahre fortzusetzen und ständig bangen zu müssen, wie es danach weitergeht, bringt uns in der Region keine Punkte.“

Der verkehrspolitische Sprecher, Andreas Büttner, ergänzt:

„Es braucht jetzt eine langfristige Perspektive für die Bahnstrecken im ländlichen Raum. Weitere Jahre auf der Wartebank sind nicht akzeptabel. In die Strecken muss kurz- und mittelfristig investiert werden. Dafür braucht es Ausschreibungen und Verträge für mehr als vier Jahre. Die Zukunft der RB73/74 darf doch nicht davon abhängen, ob prominente Abgeordnete der heutigen Regierungsparteien 2024 in ihren Wahlkreisen wiedergewählt werden. Wenn die Koalition den Menschen wirklich in ganz Brandenburg Zugang zu attraktiven Mobilitätslösungen garantieren will, erwarte ich zudem auch eine Zukunftsperspektive für die RB63 zwischen Joachimsthal und Templin. Es kann doch nicht wahr sein, dass hier Bahnstrecken gerettet und anderswo stillgelegt werden, weil dort keine prominenten Regierungsvertreter wohnen. Für eine derart feudalistische Verkehrspolitik habe ich kein Verständnis.“

Der Antrag der Linksfraktion "Ausbauen statt einstellen: Regionalbahn in der Prignitz (RB73/74) erhalten wurde vom Landtag in der vergangenen Woche an den entsprechenden Ausschuss überwiesen. Über das weitere Verfahren wird dort voraussichtlich am 6. Oktober beraten.

 

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