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Kathrin Dannenberg

Sprache bewahren heißt: Heimat bewahren

Zum jetzt veröffentlichten sechsten Bericht des Sachverständigenausschusses für die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen zur Bundesrepublik Deutschland, erklärt die bildungspolitische Sprecherin Kathrin Dannenberg:

Der Strukturwandel in der Lausitz betrifft auch die Sorben/Wenden. Seit langem kämpfen sie um den Erhalt ihrer Sprache und Kultur und damit für die Zukunft ihres Volkes in dieser Region.
Die Landespolitik hat in den vergangenen zehn Jahren vieles auf den Weg gebracht. Damit die Lausitz auch künftig Heimat des sorbischen/wendischen Volkes sein kann, brauchen wir miteinander abgestimmte Maßnahmen für den Bildungsbereich. Wie die Empfehlungen der Strukturkommission zeigen steht der Bund in der Verantwortung, aber auch die Brandenburger Landespolitik muss handeln. Das haben die Evaluation sorbischer/wendischer Bildungsangebote 2018 und gestern auch der Sachverständigenausschuss für die Europäische Sprachencharta deutlich gemacht.
Brandenburg braucht insbesondere ein Konzept für die Vermittlung der niedersorbischen Sprache von Kindertagesstätte bis zum Abitur. Wir sind dazu mit dem Koalitionspartner im Gespräch.

Hintergrund:
Der Europarat kontrolliert in regelmäßigen Abständen die Einhaltung der von Deutschland im Rahmen der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (Sprachencharta) übernommenen Verpflichtungen. Für Brandenburg gelten Verpflichtungen für die Sprachen Niedersorbisch, Niederdeutsch und Romanes.
Gestern hat der vom Europarat eingesetzte Sachverständigenrat zur Sprachencharta seinen aktuellen Bericht veröffentlicht. In Anerkennung dessen, was das Land in den vergangenen Jahren geleistet hat, werden bezogen auf die sorbische/wendische Bildung folgende Empfehlungen für sofortiges Handeln gegeben:
1.    Stellen Sie sicher, dass auf allen Ebenen eine ausreichende Anzahl von Lehrern für den niedersorbischen Unterricht zur Verfügung steht.
2.    Erweitern Sie das Angebot von Niedersorbisch im Vorschul-, Primar- und Sekundarbereich.
 

 


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