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Ben Gross

Kathrin Dannenberg

Schulstart in Brandenburg – gut vorbereitet sieht anders aus

Am kommenden Montag beginnt in Brandenburg das neue Schuljahr – erneut unter erschwerten Bedingungen angesichts der Pandemie. Die bildungspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Kathrin Dannenberg, kritisiert, das Land sei auf diese Herausforderung nicht vorbereitet: „Wir alle wünschen uns, dass die Schule im Normalbetrieb starten kann und Ruhe einkehrt. Nur was hat diese Landesregierung dafür getan? Wie sich heute bei der Pressekonferenz von Ministerin Ernst gezeigt hat: Zu wenig!“

Auch dieses Jahr seien kurzfristig Infobriefe an die Schulen verschickt worden – mit 15 Anlagen. „Das ist Aktionismus“, so Dannenberg. „Schulleitungen und Lehrkräfte werden mit Controlling und mit Terminleisten belastet, die kaum zu halten sind und sie an ihrer eigentlichen Aufgabe hindern: Das Lernen zu organisieren.“

Dass laut Ernst alle notwendigen Stellen besetzt seien, wertet Dannenberg nur als Teilerfolg. Denn Schülerzahlen und Klassenstärken seien gestiegen, Klassen müssten zusammengelegt werden und einen nennenswerten Stellenaufwuchs für Lehrkräfte gebe es nicht. „Das passt nicht zusammen und muss im nächsten Bildungsausschuss diskutiert werden. Im Rahmen eines Aufholprogrammes für zwei Jahre zusätzliches Personal einzustellen, ist keine Lösung, um dauerhaft gute Lernbedingungen zu schaffen.“ Keine Fachkraft werde einen Zweijahresvertrag unterschreiben, wenn andere Bundesländer unbefristet einstellen.

„Statt sich konkret um Fachpersonal an Schwerpunktschulen zu kümmern, agiert die Landesregierung mit einer Gießkanne, die zu wenig Wasser hat. Wer soll denn für die individuelle Förderung sorgen? Wer sind die großen Anbieter, die wohl ab Oktober vielfältige Angebote präsentieren werden? Ich habe eher den Eindruck, die Ministerin wälzt die Arbeit auf die Schulen ab. Das sogenannte Aufholprogramm bleibt eine Blackbox.“

Auch beim Gesundheitsschutz setze Ernst erneut auf das Prinzip Hoffnung. Außer den üblichen Regelungen falle ihr nichts weiter ein. „Luftfilter oder Lüftungsanlagen für die Klassenräume bleiben nach wie vor Zukunftsmusik. Die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund ist noch nicht fertig und die bürokratischen Vorgaben werden verhindern, dass alle Schulen davon profitieren – was für ein Debakel.“ Die Landesregierung sei über Monate nicht bereit gewesen, Geld in die Hand zu nehmen und für Sicherheit zu sorgen. „Die Folge: Das neue Schuljahr beginnt wiederum mit Lernen auf engstem Raum, mit Lüften alle zwanzig Minuten und im Winter wieder mit Frieren“, so Dannenberg. „Aus anderthalb Jahren Pandemie hat Britta Ernst nichts gelernt.“


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