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Ben Gross

Ronny Kretschmer

Neue Regelung verschärft Polarisierung der Gesellschaft

Berichten zufolge soll es für Verdienstausfälle wegen angeordneter Corona-Quarantäne für die meisten Nicht-Geimpften ab 1. November keine Entschädigung mehr geben. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der LINKEN im Landtag, Ronny Kretschmer:

Rund 1000 Menschen haben sich in den letzten sieben Tagen in Brandenburg mit Corona infiziert. Für diese, ihre nächsten Angehörigen und unmittelbare Kontaktpersonen wurde eine Quarantäne angeordnet. Die Lohnfortzahlung übernahm der Arbeitgeber, der Anspruch auf eine Entschädigung durch den Staat hatte.

Dieser generelle Entschädigungsanspruch soll künftig entfallen und nur noch für geimpfte Personen bestehen. Das ist der völlig falsche Weg. Damit wird die Gesellschaft gespalten und die Polarisierung verschärft, die zu solchen unfassbaren und nicht entschuldbaren Taten wie in Idar-Oberstein führt. Gleichzeitig ist es Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner: Wenn auf der einen Seite betont wird, dass es keine Impfpflicht gibt, kann und darf auf der anderen Seite auch kein finanzieller Nachteil daraus abgeleitet werden.

Problematisch ist diese Regelung auch im Hinblick auf Menschen, denen aus gesundheitlichen Gründen eine Impfung verwehrt ist. Wir brauchen dagegen eine nicht nachlassende Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, niedrigschwellige Angebote und positive Anreize für das Impfen. Auffassung der Brandenburger Landesregierung war bisher, dass sie an den Entschädigungen für alle festhalten halten wolle – Geimpfte wie Ungeimpfte. Ich erwarte, dass sie bei dieser Position bleibt.


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