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Ronny Kretschmer

Medizinstudium in Polen: Asklepios in der Verantwortung

DIE LINKE sieht den privaten Krankenhauskonzern Asklepios in der Pflicht, jungen Mediziner*innen nach einem Studium in Polen eine Approbation zu ermöglichen. Das erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der LINKEN im Landtag, Ronny Kretschmer. „Die polnischen Behörden sind bereit, auch ein in Deutschland absolviertes Praktikum anzuerkennen. Asklepios muss ihnen dafür die Möglichkeit bieten.“

Im Auftrag der damaligen Leitung des brandenburgischen Gesundheitsministeriums wurden der Konzern und die betroffenen Studierenden bereits im Sommer 2019 informiert, dass sie einen Antrag auf Erteilung einer Berufserlaubnis nach § 10 der Bundesärzteordnung stellen sollen. Die Berufserlaubnis besagt, dass die Studierenden als Ärzte unter Aufsicht arbeiten dürfen – ein Weg, der auch von anderen Krankenhäusern beschritten wird. 

„Asklepios lehnt diese Möglichkeit bis zum heutigen Zeitpunkt ab“, kritisiert Kretschmer. Die Studierenden hätten bereits mehr als die Hälfte ihres Praktikums hinter sich, wenn der Konzern die Anträge unterstützt und die Studierenden eingestellt hätte. Hier zeigten sich die Folgen eines privatisierten Gesundheitswesens: „Asklepios geht es nicht um die Patienten oder um die eigenen Beschäftigten, sondern um die Rendite – derzeit liegt der Gewinn bei ca. 178 Mio. Euro im Jahr, und postgraduale Praktika für junge Mediziner*innen passen schlicht nicht zu einem gewinnorientierten Konzern.“ 

Zum Hintergrund: Deutsche Studierende, die ihr Medizinstudium in Polen absolvieren, unterliegen den Regelungen der EU-Anerkennungsrichtlinie. Die Republik Polen verlangt für die Zulassung von Ärzten nach abgeschlossenem Studium ein postgraduales Praktikum, das in Deutschland nicht mehr standardmäßig angeboten wird.

Polen ist allerdings bereit, in begründeten Ausnahmefällen auch in Deutschland absolvierte Praktika anzuerkennen. Die zuständigen Behörden haben signalisiert, dass sie bei Asklepios absolvierte Praktika anerkennen würden.


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