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Jürgen Angelow

Kathrin Dannenberg

Keine Sorben/Wenden-Schulverordnung: Wer ist schuld?

Die Bildungsministerin hat jetzt auf die Frage geantwortet, wie sie sich den Zeitplan für die Erarbeitung, Beratung und Inkraftsetzung der Sorben/Wenden-Schulverordnung vorstellt. Dazu erklärt die minderheitenpolitische Sprecherin Kathrin Dannenberg:

Die Antwort zeigt: Solange das Ministerium keine klare Ansage an die MitarbeiterInnen macht, wird es auch keine für die Minderheiten zufriedenstellende Lösung bei der Verordnung geben. Das schadet dem Erhalt und der Revitalisierung der bedrohten Minderheitensprache. Niedersorbisch braucht Rahmenbedingungen, die verhindern, dass ihr im 21. Jahrhundert nicht doch noch das lange vorausgesagte Schicksal des Untergangs widerfährt.

Folgt man der Antwort von Britta Ernst, scheint die Minderheit selbst der Schuldige für das Fehlen einer neuen Verordnung zu sein. Die Sorben/Wenden stellten im Frühjahr 2019 die Arbeit an der Verordnung im Vorfeld des Wahlkampfes ein. Vorausgegangen war dem aber die Nichtbereitschaft des Ministeriums, die Forderungen der Sorben/Wenden umzusetzen. Und, ja, der Sorben/Wenden-Rat hat einen mit dem Ministerium verabredeten Termin für seine Positionierung zum Ministeriumsentwurf nicht gehalten.

Mit Verlaub, Frau Ministerin, Ihre Antwort ist eine ziemliche Zumutung für die Minderheit. Denn diejenigen, die ihr Ehrenamt im Rat neben einer vollen Berufstätigkeit ausüben, müssen sich jetzt in Corona-Zeiten, wie viele andere auch, um die Betreuung und Beschulung ihrer Kinder und um ihre Nächsten kümmern.

Seit Inkrafttreten des Sorben/Wenden-Gesetzes am 1. Juni 2014 war das Bildungsministerium nicht imstande, die völlig veraltete Verordnung aus dem Jahr 2000 gemeinsam mit dem Rat zu verabreden. Stattdessen folgten endlose Gespräche in der sorbisch-wendischen Bildungs-AG beim MBJS und im Rat.

Jetzt ist nicht die Zeit zu warten, sondern gemeinsam und konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. Dazu fordere ich die Ministerin auf!


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