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DiG/Thomas Kläber

Bettina Fortunato

Immer mehr Brandenburger müssen zu Tafeln

Immer mehr Bedürftige sind auf Lebensmittel von den Tafeln angewiesen, vor allem Senioren und Kinder. Die Zahl der Menschen, die die Angebote regelmäßig in Anspruch nehmen, ist nach einer jüngsten Erhebung innerhalb eines Jahres um zehn Prozent auf 1,65 Millionen gestiegen. Dazu erklärt die Abgeordnete Bettina Fortunato:

Die Nachfrage steigt immens – auch in Brandenburg. Erst kürzlich haben Tafeln in Seelow (Märkisch-Oderland) und Oderberg (Barnim) ihren Dienst aufgenommen. „Dieser Armutsbefund ist alarmierend und muss mit aller Kraft bekämpft werden“, erklärt Fortunato. „Niemand darf im Alter auf Almosen in einem reichen Land wie Deutschland angewiesen sein. Denn die Menschen fühlen sich abgehängt, allein gelassen und gedemütigt. Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Mensch in Würde leben kann. Dazu gehört auch, sich eigenständig mit Lebensmitteln versorgen zu können.“

Gerade in den ostdeutschen Bundesländern sind es immer mehr Rentner, die ohne diese zusätzliche Unterstützung nicht über den Monat kommen. Die Gründe dafür sind bekannt: die Folgen der Wende, die Abwicklung einer ganzen Volkswirtschaft, gebrochene Erwerbsbiographien sowie Arbeitslosigkeit. Die wachsende Zahl der Tafeln und ihrer Kunden ist ein deutliches Signal für wachsende Armut.

Deshalb fordert DIE LINKE eine armutsvermeidende solidarische Mindestrente in Höhe von 1200 Euro sowie einen Mindestlohn von 13 Euro pro Stunde, der Altersarmut verhindert.


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