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Peer Jürgens

Hochschullandschaft muß zukunftsfähig gestaltet werden

Brandenburgs Hochschulen müssen dringend auf den Prüfstand. Viele Standards sind aus den 90-Jahren und entsprechen nicht mehr den Anforderungen des neuen Jahrhunderts an die Bildungsgesellschaft. Der hochschulpolitische Sprecher, Peer Jürgens legt deshalb Eckpunkte einer künftgen Hochschulentwicklung der Linkspartei.PDS vor:

Die Hochschulplanung der Landesregierung hält nicht Schritt mit den Anforderungen für eine zukunftsfähige Wissenschaftslandschaft. In den entscheidenden Kernpunkten der Hochschulentwicklung ist ein qualitativer Sprung dringend nötig. Nur so kann die Attraktivität der Hochschulen gesteigert und die Entwicklungspotentiale des Landes ausgeschöpft werden.
Die Linksfraktion im Landtag Brandenburg hat die Ergebnisse der bisherigen Hochschulplanung analysiert und daraus alternative Entwicklungsvorschläge formuliert.
Kernpunkte unserer alternativen Hochschulentwicklungsplanung sind:

1. Qualität der Lehre
Ein qualitativ hochwertiges Studium ist ein zentraler Punkt für einen attraktiven Hochschulstandort. Gradmesser dafür sind die inhaltlichen und organisatorischen Bedingungen, die das Absolvieren des Studiums in der Regelstudienzeit ermöglichen. Dringend nötig ist eine Verbesserung der Betreuungsrelation durch Schaffung von wissenschaftlichen Stellen im Mittelbau. Ebenso müssen die didaktischen Fähigkeiten der Lehrenden durch ein Landesdiaktikzentrum verbessert werden. Auch sollen Leistungen in der Lehre stärker bei Berufungen und Besoldung berücksichtigt werden.

2. Demokratisierung
Der Landtag muss in seiner hochschulpolitischen Kompetenz gestärkt werden. Er soll über die Zielvereinbarungen mit den Hochschulen und über die Hochschulplanung beschließen, er soll die Mitglieder des Landeshochschulrates bestimmen. Der Landeshochschulrat muss in seiner Besetzung verändert, durch weitere Interessengruppen erweitert werden, um stärker politisch mitwirken zu können. Die Hochschulgremien sollen nach Möglichkeit paritätisch besetzt, die Rektorate mit einem studentischen Vertreter aufgewertet werden. Ähnlich der Landesschülervertretung muss es eine institutionalisierte Landesstudierendenvertretung geben.

3. Öffnung der Hochschulen
Brandenburg braucht mehr Studierende. Die geringe Studierneigung und die starke soziale Schieflage des Bildungssystems müssen schon frühzeitig (Kita, Schule) zu Veränderungen hin zu gleichwertiger Teilhabe an Bildung führen. Dazu gehört vor allem der Verzicht auf Studiengebühren. Außerdem ist eine bessere Beratung vor und zu Beginn des Studiums nötig.

4. Hochschulen als regionaler Anker im Land
Die Hochschulen sind Träger der regionalen Entwicklung und kultureller, sozialer sowie wirtschaftlicher Anziehungspunkt. Diese Potentiale müssen von den Kommunen noch stärker genutzt und vom Land gefördert werden. Zusätzlich können Hochschulverbünde im Land die differenzierten Möglichkeiten der einzelnen Hochschulen besser ausnutzen und Identität stiften.


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