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Ben Gross

Bettina Fortunato und Kathrin Dannenberg

Das Recht auf Gewaltfreiheit durchsetzen

Ben Gross

Am 30. April ist der Tag der gewaltfreien Erziehung. Dazu erklären die Sprecherinnen für Familienpolitik und Bildungspolitik der Brandenburgischen Linksfraktion, Bettina Fortunato und Kathrin Dannenberg:

Das Recht auf Gewaltfreiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht, das jedoch gerade in der Pandemie im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten wird. Kinder haben seit dem Jahr 2000 das Recht auf gewaltfreie Erziehung, aber die Zahlen belegen deutlich, dass dieses Recht an Bedeutung verliert. Häusliche Gewalt und damit Gewalt an Kindern nimmt zu. 

Die Pandemie schafft mit all ihren notwendigen Maßnahmen die Grundlage für den Anstieg verdeckter Gewalt in den Familien. Allein von Juli 2020 bis Januar 2021 waren 16 Prozent mehr Gewaltdelikte zu verzeichnen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Opfer sind meist Kinder und Frauen. Wirtschaftliche und psychosoziale Belastungen werden in Verbindung mit sozialer Isolation und dem Wegbrechen von Unterstützungssystemen zur gefährlichen Falle. Häusliche Gewalt bleibt oftmals unentdeckt. Die Möglichkeit, sich Hilfe und Unterstützung zu holen ist massiv eingeschränkt und für viele Betroffene sogar unmöglich.

Es braucht dringend effiziente Maßnahmen, gewaltbetroffene Kinder zu erreichen. Es braucht nicht nur Aufklärungsarbeit für die Eltern, wie man Belastungssituationen kompensieren kann, sondern auch erreichbare Hilfemöglichkeiten für betroffene Kinder, mehr Schulsozialarbeit sowie niedrigschwellige Kontakt- und Beratungsangebote. Hilfen müssen kindgerecht und vor allem erreichbar sein. Kommt das Kind nicht zur Hilfe, muss die Hilfe zum Kind.


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