Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content
Jürgen Angelow

Kathrin Dannenberg

Brandenburger Platt-Fibel ist da: Und wie geht es nun weiter?

Die erste Brandenburger "Platt-Fibel" ist erschienen. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Minderheiten, Kathrin Dannenberg:

DIE LINKE teilt die Freude der Plattsnacker über das erreichte heutige Etappenziels. Vor allem dem Einsatz von ehrenamtlich Engagierten ist es zu danken, dass die erste Brandenburger Platt-Fibel nun das Licht der Welt erblickt hat. Damit gibt es eine wichtige Grundlage für die Vermittlung des Niederdeutschen (Platt) in Brandenburg.

Nun ist das Bildungsministerium gefordert. Britta Ernst und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen zügig und ernsthaft prüfen, wie die Aktivitäten der Plattsnacker durch staatliche Maßnahmen in den verschiedenen Bildungseinrichtungen „flankiert“ werden können. Den Bedarf an Unterstützung hat die Sprachgruppe im Landtag nachhaltig dokumentiert.

Zum Hintergrund: Im Februar 2018 hat das Land eine Vereinbarung mit dem Verein für Niederdeutsch in Brandenburg e.V. geschlossen. Unter dem Stichwort „Handlungsfelder“ heißt es dort: „Des Weiteren wird in den Bereichen Sprachenlernen und Sprachweitergabe, Pflege und Gesundheitswesen, Medien und Kirche die Weiter- und Neuentwicklung von Projekten von zivilgesellschaftlicher, kommunaler und privater Seite grund­sätzlich befürwortet und bei Bedarf begleitet. In Handlungsfel­dern mit Landeszuständigkeit werden Möglichkeiten geprüft, diese Aktivitäten – z.B.in schulische Arbeit – einzubeziehen oder zu flankieren.“

Noch im August des vergangenen Jahres hatte das MBJS im Rahmen einer Kleinen Anfrage die Frage „Wie bewertet die Landesregierung insbesondere den Stand der Vermittlung der niederdeutschen Sprache in Kitas und Schulen, einschließlich außerschulischen Angeboten?“ wie folgt beantwortet:

„In Brandenburg (gibt es) nur wenige aktive Sprecherinnen und Sprecher des Niederdeutschen und kein geschlossenes niederdeutsches Sprachgebiet. Diese Bedingungen erschweren auch den Erhalt und Förderung der Sprache in Kitas und Schulen. Umso erfreulicher ist es, dass es in einigen Regionen gelingt, Angebote zur Einbeziehung der niederdeutschen Sprache in den Schulen zu integrieren. So gibt es in Prenzlau unterrichtliche und in Orten wie Dementhin, Putlitz und Sewekow außerunterrichtliche Angebote. Dies ist dem oft ehrenamtlichen Engagement der Vertreterinnen und Vertreter der niederdeutschen Sprachgruppe zu verdanken. Eine weitere Verbreitung bleibt aus den genannten Gründen schwierig. Das Land wird Projekte auch weiterhin unterstützen.“


Wir sind für Sie da!

Für alle Fragen rund um Pressemitteilungen, Gesprächswünsche zu Abgeordneten und die Berichterstattung über Aktivitäten und Initiativen der Landtagsfraktion sind wir Ihre Ansprechpartner_innen:

Pressesprecherin

Alexa Lamberz

Tel: 0331/966 15 37
Fax: 0331/966 15 40

E-Mail

Stellv. Pressesprecher

Jan Langehein

Tel: 0331/966 15 44
Fax: 0331/966 15 05

E-Mail