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Ben Gross

Bettina Fortunato

Armut muß politisch bekämpft werden

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat heute seinen diesjährigen Armutsbericht vorgelegt. Demnach hat die Armutsquote in Deutschland 2019 mit 15,9 Prozent den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Auch wenn Brandenburg von diesem flächendeckenden Trend nicht ausgeschlossen ist, liegt die Armutsquote hier mit 15,2 Prozent wie seit 2017 leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband geht jedoch von einer drastischen Verschärfung der Einkommensarmut im Jahr 2020 aus und fordert entschiedenes armutspolitisches Engagement. Dazu erklärt die sozialpolitische Sprecherin Bettina Fortunato:

Die neuen Zahlen sind dramatisch. Wieder einmal wird deutlich, dass Armut nicht alleine eine Folge von Arbeitslosigkeit ist: zwei Drittel der Armen sind erwerbstätig (33 Prozent) oder in Rente (29,6 Prozent). Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Armut nicht vorrangig ein wirtschaftliches, sondern ein politisches Problem ist. Entsprechend müssen wir politische Lösungen umsetzen, statt weiter das Existenzminimum klein zu rechnen.

Jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, ist das umso dringender geboten. Denn der Anstieg ist bei denen besonders stark, die sowieso schon gebeutelt sind: Hartz-IV Bezieher, Alleinstehende mit Kindern, kinderreiche Familien sowie Menschen mit Behinderung. Außerdem sind die Anlaufstellen für wohnungslose Menschen im Land bereits jetzt am Limit – schon vor dem Winter. Dazu werden wir einen Antrag für das Dezemberplenum einbringen.

Wir fordern endlich, das Hartz-IV-System abzuschaffen, Gute Löhne und Tarifverträge für gute Renten, die Einführung einer Kindergrundsicherung sowie Kita-Beitragsfreiheit und kostenfreie Beförderung.


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