Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content
Ben Gross

Thomas Domres

Afrikanische Schweinpest konsequent bekämpfen

Anlässlich des bevorstehenden Krisengipfels zur Bewältigung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erklärt der agrarpolitische Sprecher der LINKEN im Landtag, Thomas Domres:

Wir begrüßen ausdrücklich, dass für diesen Freitag ein ASP-Gipfel einberufen wurde. Die Zeit drängt und der Druck auf die Landwirte und auf die Landkreise ist viel zu groß, als dass man sich noch untaugliche Rituale leisten kann. Antworten und Lösungen müssen her und dabei sollten alle Vorschläge ernsthaft und vorbehaltlos geprüft werden.

Alle bisherigen Maßnahmen haben nicht ausgereicht, um die ASP im Wildschweinbestand in Ostbrandenburg einzudämmen und ein Übergreifen auf Hausschweine zu verhindern. Es gilt jetzt zum einen, die Bekämpfung zu intensivieren, zum anderen, den betroffenen Betrieben zu helfen. Wir haben dem Agrarausschuss einen Katalog von 17 Maßnahmen zum Beschluss im Landtag vorgelegt. Damit greifen wir Vorschläge auf, die verschiedene Verbände immer wieder vorgetragen haben – die Landesregierung hat sie ignoriert.

Wir brauchen mehr Zäune und vor allem eine Sicherung der Wege-Übergänge durch Viehgitter oder Tore. Ein Sperrriegel entlang der Autobahnen soll frühzeitig vorbereitet werden. Zur Krisenbewältigung brauchen wir dringend eine bessere Kommunikation – das zeigt die harsche Kritik von Landesbauern- und Landesjagdverband an der Landesregierung, die eigentlich die wichtigsten Partner bei der ASP-Bekämpfung sind.

Den Agrarbetrieben muss geholfen werden, die Folgen der Krise zu bewältigen. Dazu gehören beispielsweise eine bessere Förderung, die Stundung von Krediten für Stallbauten, Kurzarbeitergeld, die Schaffung regionaler Vermarktungsmöglichkeiten für Schweinefleisch unabhängig von den internationalen Handelsströmen und die Absicherung von Schlachtmöglichkeiten. Schweinehaltern in der ASP-Region soll ermöglicht werden, vorübergehend aus der Produktion auszusteigen – mit der Perspektive, längerfristig die Schweinehaltung in der Region zu halten. Und die Entschädigung für Ernte- und Bewirtschaftungsverbote muss unbürokratisch und landeseinheitlich erfolgen.

Es kann nicht sein, dass manche Betriebe immer noch keine Entschädigung für die Ernteverbote im Herbst 2020 erhalten haben. Ein Sonderbeauftragter soll als einheitlicher Ansprechpartner für die Betriebe beraten und Probleme der Landnutzer direkt an die verantwortlichen Stellen herantragen können.

Die Zeit drängt. Der Landtag sollte nun die Landesregierung mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog in die Pflicht nehmen.


Wir sind für Sie da!

Für alle Fragen rund um Pressemitteilungen, Gesprächswünsche zu Abgeordneten und die Berichterstattung über Aktivitäten und Initiativen der Landtagsfraktion sind wir Ihre Ansprechpartner_innen:

Pressesprecherin

Alexa Lamberz

Tel: 0331/966 15 37
Fax: 0331/966 15 40

E-Mail

Stellv. Pressesprecher

Jan Langehein

Tel: 0331/966 15 44
Fax: 0331/966 15 05

E-Mail