30. August 2017 Sozialtour, Tag III

Von der Tafel zu den Kristallkindern

Norbert Weich (links) erläutert die Arbeit der Tafel

v.l.: Martin Janke und Sabine Preußner von der CGAB

Ulrike Oberthür (links) erklärt, wie den "Kristallkindern" geholfen wird

Am 3. Tag ihrer Sozialtour waren unsere Abgeordneten im Barnim unterwegs. Drei Stationen standen auf dem Terminplan, drei ganz unterschiedliche Erfahrungen waren das Ergebnis:

10 Uhr: 300 Euro für den Kauf eines Kaffeeautomaten spendete die Linksfraktion aus ihrem Sozialfonds für die Bernauer Tafel. Bettina Fortunato, Dr. Andreas Bernig und Diana Bader überbrachten im Rahmen ihrer Sozialtour den Spendenscheck der Fraktion. Sie informierten sich gleichzeitig beim Gründer und Vorsitzenden Norbert Weich über die Situation. Immer häufiger sind ältere Menschen auf die günstigen Lebensmittel der Tafel angewiesen. Sieben Standorte im Barnim und eine Ausgabestelle in Bad Freienwalde versorgen derzeit Bedürftige. Der Kaffeeautomat ist für die neue Begegnungsstätte am Tafel-Standort Bernau vorgesehen.

11.30 Uhr: Über die Auswirkungen der drei Pflegestärkungsgesetze informierten sich Bettina Fortunato, Dr. Andreas Bernig und Diana Bader bei der Gemeinnützigen Gesellschaft für Alten- und Behindertenpflege mbH Bernau (GGAB). In Bernau betreibt die GGAB zwei Pflegeeinrichtungen. Im Vordergrund stand die Fachkräftesituation und die neuen Pflegegrade. Weitere Gesprächspunkte waren die generalistische Pflegeausbildung, die Altenpflegehilfe-Ausbildung, die Fachkräftesicherung und die Frage, wie das Konzept Gute Arbeit in der Pflege umgesetzt werden kann

14 Uhr: Die Kristallkinder Intensivpflege GmbH hat sich auf die intensivpflegerische Versorgung chronisch kranker und mehrfach behindeter Kinder spezialisiert. Die Einrichtung ist deutschlandweit einzigartig. Davon überzeugten sich Bettina Fortunato, Dr. Andreas Bernig und Diana Bader bei ihrem Besuch in Petershagen. Die beiden Gründerinnen Stefanie Rogall und Ulrike Oberthür waren 2016 mit dem Existenzgründerinnenpreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden. Nach wie vor ist die finanzielle Situation nicht einfach, da das Angebot nicht in das Schubladendenken des Gesundheitssystems passt. Streitpunkt mit den Krankenkasse ist der Status der Einrichtung, da sowohl ambulante als auch stationäre Leistungen erbracht werden.

Zum Abschluss des 3. Tages der Sozialtour sprachen die Mitglieder des Arbeitskreises mit Manja Lindner, Geschäftsführerin des Kreissportbundes. Dabei standen die Angebote des Bildungs- und gesundheitssportvereins im Vordergrund.

Quelle: http://www.linksfraktion-brandenburg.de/home/aktuelles/einzelansicht-aktuelles/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=4068&cHash=557942e51a14571f4e752bc9a5a57e19