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Ben Gross

Kathrin Dannenberg

Niederdeutsch gehört zu Brandenburg: Das Land muss jetzt handeln!

Die Linksfraktion hat den Antrag „Nedderdüütsch – dat is een grooten Schatz, woför dat Land Rohmenbedingungen henkriegen mütt. Platt sall ok in de Tokunft to Brannenborg gehörn!“ in den Landtag eingebracht (7/3185). Dazu erklärt die minderheitenpolitische Sprecherin Kathrin Dannenberg:

Warum denn jetzt auch noch ein Antrag zur Förderung der niederdeutschen Sprache - wir werden doch ein Mehrsprachigkeitskonzept erarbeiten, in das das Niederdeutsche gleichberechtigt einbezogen wird, meinen manche im Landtag. Wir LINKE sehen das anders: Es ist höchste Zeit zu handeln, es müssen mehr und vor allem wirksamere Maßnahmen zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Regionalsprache Niederdeutsch umgesetzt werden.

Nicht irgendwann, sondern jetzt müssen konkrete Voraussetzungen geschaffen werden: In Kitas und Schulen ist Niederdeutsch zu etablieren, Lehrkräfte und Erzieherinnen sind auszubilden, die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich in Zukunft ist zu sichern und vorhandene Ansätze für Niederdeutsch in der Pflege sind auszubauen. Die Erwartungen der Niederdeutschsprecherinnen und -sprecher gegenüber den öffentlich-rechtlichen Medien sollten endlich durchgesetzt werden, in den Verwaltungen und im öffentlichen Raum sollte die Regionalsprache Niederdeutsch sichtbarer gemacht werden. Dazu brauchen wir noch in diesem Jahr ein Brandenburger Niederdeutsch-Gesetz.

Unser Antrag ist in einem intensiven Gesprächsprozess mit dem Verein für Niederdeutsch in Brandenburg e.V. entstanden. Er spiegelt die Erwartungen der Brandenburger Plattsprecherinnen und Plattsprecher wider - das wurde uns in den Gesprächen, zuletzt am 10. März, bestätigt.

Bisher sind wir mit der Koalition noch in Gesprächen. Wir werben weiter für unseren Antrag und damit für die berechtigten Anliegen der Brandenburger Niederdeutschsprecherinnen und -sprecher. Ein Mehrsprachigkeitskonzept, von dem noch ungewiss ist, wann es tatsächlich kommt, ist kein Ersatz für das Regierungshandeln im Hier und Heute.