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Verkehrspolitik

„Wriezener Bahn“ als Entwicklungsanker der Region Barnim-Oderbruch

Per Fahrraddraisine radelte der verkehrspolitische Sprecher der Brandenburger Linksfraktion, Christian Görke, gestern gemeinsam mit Bürgermeistern und Kreistagsabgeordneten sowie Vertretern der Presse, der Bürgerinitiative „Wriezener Bahn“ und des Deutschen Bahnkundenverbands auf dem verwaisten Gleis vom Werneuchener Ortsteil Tiefensee zum rund drei Kilometer entfernten ehemaligen Bahnhof Leuenberg. Es war die vierte Station der Sommertour, bei der sich Görke der Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken widmet.

Einst konnten Reisende auf der „Wriezener Bahn“ von Berlin über Ahrensfelde, Blumberg, Werneuchen, Leuenberg, Sternebeck, Schulzendorf, Wriezen und über die Oder bis nach Polen fahren. Wie die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage Christian Görkes mitteilte, ist der Eisenbahnverkehr auf dem Streckenabschnitt Tiefensee – Wriezen inzwischen seit 1998, zwischen Werneuchen und Tiefensee seit 2006 eingestellt.

Nach dem erklärten Willen der Anrainerkommunen könnten jedoch zwischen Werneuchen und Wriezen in einigen Jahren wieder Züge rollen. Wie Wriezens Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) erklärte, fehle der Region zwischen Barnim und Oderbruch eine direkte Schienenanbindung von und nach Berlin. Diese sei dringend nötig, um die überlasteten Zufahrtsstraßen (insbesondere die B158) zu entlasten und Verkehr im Sinne des Klimaschutzes von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dem pflichtete Frank Kulicke (parteilos), Bürgermeister von Werneuchen, mit Verweis auf die oft völlig verstopfte Ortsdurchfahrt in seiner Stadt bei. Ihn sprächen zudem immer wieder Unternehmen an, die sich einen Gleisanschluss für den Güterverkehr wünschen.

Als Amtsdirektor von Falkenberg-Höhe ist Holger Horneffer (parteilos) überzeugt, eine Reaktivierung der „Wriezener Bahn“ würde für die gesamte Region wie ein Entwicklungsanker wirken. Die Anrainergemeinden könnten von den Möglichkeiten zur Ansiedlung neuer Einwohner*innen profitieren, die der Landesentwicklungsplan ihnen dann böte.

Christian Görke konstatierte: „Ohne die Reaktivierung stillgelegter Nebenbahnstrecken werden die ehrgeizigen Klimaziele der Bundes- und Landesregierung nicht zu schaffen sein! Bei der ,Wriezener Bahn‘ sehe ich sehr großes Potenzial für eine erfolgreiche Revitalisierung.“ Er empahl den Akteuren in der Region, sich zeitnah um eine Machbarkeitsuntersuchung zu bemühen und den Bedarf gegenüber der Landespolitik schwarz auf weiß nachzuweisen. Steffen Blunk von der Bürgerinitiative „Wriezener Bahn“ bot sogleich an, sein Verein könne eine solche Studie in Auftrag geben, wenn sich die Kommunen an der Finanzierung beteiligten. Diese waren sich zum Abschluss des Ortstermins einig, dass sie diesen nächsten Schritt gemeinsam angehen wollen.


Tesla und Verkehr

Das von der Fraktion in Auftrag gegebene Gutachten zur Verkehrs-Erschließung des geplanten Teslawerkes in Grünheide finden Sie hier.

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