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Dienstagsgespräch

Wie sollen sich die Hochschulen entwickeln?

Am gestrigen Dienstag fand die letzte gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und der Linksfraktion im Landtag Brandenburg in diesem Jahr statt. Das Dienstagsgespräch drehte sich diesmal um das Thema Hochschule und wollte

Am gestrigen Dienstag fand die letzte gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und der Linksfraktion im Landtag Brandenburg in diesem Jahr statt. Das Dienstagsgespräch drehte sich diesmal um das Thema Hochschule und wollte sowohl die bestehenden Hochschulverträge auswerten als auch Anforderungen an die neuen noch zu verhandelnden Verträge ab 2019 formulieren. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Isabelle Vandre, hatte schon zur Begrüßung ein klares Bekenntnis zu dieser Form der Hochschulsteuerung aus Sicht der LINKEN gemacht und einen entsprechenden Antrag der Koalition zur Fortführung der Verträge vorgestellt.

Frau Dr. in der Smitten vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung gab in ihrem Eingangsreferat eine Zusammenfassung zur Hochschulsteuerung in Brandenburg. Dabei beschrieb sie die drei bestehenden Stufen (Hochschulentwicklungsplanung, Rahmenvertrag und Hochschulvertrag) und stellte die Hochschulsteuerung in den bundesweiten Kontext. Dabei lobte sie, dass Brandenburg zwar sehr transparent mit den Zielvereinbarungen umgeht, sie aber wenig konkret formuliert seien. Dies bestätigte Frau Prof. Wienicke-Toutaoi als Präsidentin der TH Brandenburg, die von zähen Einzelverhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium berichtete. Sie lobte das Instrument, kritisierte aber den hohen Zeitdruck bei den letzten Verhandlungen. Die Präsidentin, die aktuell auch die Vorsitzende der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz ist, wünschte sich eine Fortführung der Verträge, aber auch mehr Zeit für eine gründliche Debatte in den Hochschulen. Dem schloss sich der Vertreter der Brandenburgischen Studierendenvertretung an. Auch Isabelle Vandre wünschte sich mehr Debatte zu den Zielen der Hochschulsteuerung auch durch die Politik und stellte sogar in den Raum, dass die noch bis 2025 gültige, aber inzwischen veraltete Hochschulentwicklungsplanung  überarbeitete werden müsse.

In der Debatte mit dem Publikum wurden zahlreiche Wünsche zu den Inhalten der Hochschulverträge geäußert. So war ein zentrales Thema verbindlichere Maßnahmen für „Gute Arbeit in der Wissenschaft“. Isabelle Vandre konnte dazu darauf verweisen, dass auf Druck der LINKEN dieses Thema als zentraler Bestandteil im künftigen Rahmenvertrag verankert wurde. Es gab aber auch Wünsche für mehr Transparenz zur Strategie der Hochschulen und zum Abbau des sehr umfangreichen Berichtswesen. Insgesamt waren sich alle einig, dass Hochschulverträge als Mittel der Steuerung ein geeignetes und in Brandenburg fortzuführendes Mittel seien, dass es aber mehr gesellschaftlichen Einfluss auf die Ziele und die Umsetzung geben muss und die Hochschulen mehr Zeit zur Debatte brauchen. Isabelle Vandre griff diese Wünsche auf und sagte zu, eine breitere Diskussion zur Funktion der Hochschulen anstoßen zu wollen. 


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