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Bildungspolitik

Start ins neue Schuljahr – Schulen unterstützen statt Ferien streichen!

Am Montag beginnt in Brandenburg das neue Schuljahr. Der Regelbetrieb nach dem Corona-Lockdown wird wieder aufgenommen. Kathrin Dannenberg, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, sagte: „Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern sowie allen an Schulen beschäftigten Fachkräften einen guten und optimistischen Start in das neue Schuljahr.“

Gleichzeitig kritisierte Dannenberg die Haltung von Bildungsministerin Britta Ernst: „Die Herausforderungen an den Schulen und Kitas sind riesig. Frau Ernst muss die Probleme im Bildungswesen konkret benennen und Lösungen anbieten – es reicht nicht, dass sie als Feuerwehrfrau agiert. Zeit genug hatte sie, Schönfärberei ist keine Lösung!“

Als zentrale Probleme benannte Dannenberg:

  1. Die Lehrkräfteausbildung an der Universität Potsdam muss dem gestiegenen Bedarf angepasst werden – wir brauchen dringend gut ausgebildete Lehrer*innen an den Grund-und Oberschulen und an den Oberstufenzentren. Jetzt und für die Zukunft. Wir bilden jedoch mehrheitlich Lehrkräfte für die Gymnasien aus. Landes- und bundesweit existiert jetzt schon ein Überhang an Gymnasiallehrkräften. Eine eigene Berufsschullehrkräfteausbildung in Brandenburg haben Landesregierung und Koalition erneut verschoben.
  2. Die Seiteneinsteiger*innenqualifizierung muss zügig überarbeitet werden. Seit vielen Monaten ist klar, dass die mit den Gewerkschaften vereinbarte dreimonatige Vorabqualifizierung nicht umgesetzt wird. Viele Seiteneinsteiger*innen haben keinen Hochschulabschluss. Sie brauchen eine langfristige Perspektive für den Schuldienst, was Qualifizierung und Bezahlung betrifft.
  3. Dringend werden grundständig ausgebildete Lehrkräfte an ländlichen Schulen benötigt – bis heute gibt es keine Strategie für den ländlichen Raum, obwohl Vorschläge schon lange auf dem Tisch liegen. (Erstattung von Fahrt und Unterkunft für Referendare auf dem Land, Stipendienprogramm mit einer Landeskinderregelung)
  4. Das Land wirbt zu wenig oder gar nicht für den Schuldienst in Brandenburg – es gibt nur eine Webseite, das Bewerben in eine blackbox und gerade mal zehn ausgewiesene freie Stellen für das gesamte Land. Das ist ein Witz.
  5. Digitales Lernen funktioniert nur mit einem guten Internetanschluss – den brauchen wir bis in das letzte Dorf.
  6. Das im Koalitionsvertrag ausgewiesene 400-Stellen-Programm für multiprofessionelle Teams ist bisher nicht untersetzt, obwohl die Schulen unbedingt zusätzliche Fachkräfte brauchen. So z.B. Schulgesundheitsfachkräfte, die eine Bereicherung sind. Dieses Projekt muss gerade in Coronazeiten gesichert und ausgebaut werden. Die Stellenzahl für Schulsozialarbeiter*innen und Schulpsycholog*innen muss erhöht werden.
  7. Über steigende Kinderzahlen freuen wir uns alle. Das bedeutet jedoch mehr Kitas, mehr Schulen. Bisher gibt es kein landeseigenes kommunales Investitionsprogramm für Bau und Umbau von Kitas und Schulen, um die Kommunen – und besonders finanzschwache Kommunen – bei dieser Herausforderung zu unterstützen.
  8. Der Stichtag für die Einschulung muss auf den 30. Juni geändert werden. Dass ist angekündigt, aber bisher nicht umgesetzt bzw. konkret benannt.

Dannenberg: „Maßnahmen wie die Erhöhung der Referendarstellen und der Kapazitäten für die Lehrkräfteausbildung hat schon Rot-Rot in der letzten Legislatur beschlossen. Darüber hinaus mangelt es Frau Ernst anscheinend an neuen Idee.“ Stattdessen werde das Gemeinsame Lernen und der Ausbau von Ganztagsangeboten auf Eis gelegt. Das Bildungsministerium konzentriere sich mal wieder auf Prüfungen, auf die sogenannte Vergleichbarkeit von Prüfungen.

„Worauf es ankommt, ist aber die individuelle Förderung unserer Schüler*innen mit ausreichend Fachkräften – das muss die Koalition ermöglichen. Auf die Streichung von Ferien oder Unterricht am Sonnabend sollte sie besser verzichten. Wer so arbeitet, hat keine Ahnung, was Schulen wirklich brauchen!“


Tesla und Verkehr

Das von der Fraktion in Auftrag gegebene Gutachten zur Verkehrs-Erschließung des geplanten Teslawerkes in Grünheide finden Sie hier.

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