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Sozialpolitik

Sozial-AK besucht Pflege- und Seniorenheime

Der zweite Tag der sozialpolitischen Sommertour 2018 stand unter der Überschrift Pflege. Kaum ein Ausschuss, kaum eine Sitzung vergeht im Brandenburger Landtag, ohne dass dieses wichtige Thema behandelt wird. So wird ihm auch bei der diesjährigen Sommertour besondere Bedeutung beigemessen. Drei stationäre Altenpflegeeinrichtungen haben wir besucht. Zunächst ging es in den Evangelischen Seniorenstift Luckau. Nach einer herzlichen Begrüßung zeigte man uns die Einrichtung und berichtete von der Arbeit. Bemerkenswert ist das besondere Angebot - so können die BewohnerInnen auf Wunsch gerne mal eine Ausfahrt mit der Kutsche genießen. Als wir ankamen, holte die Gefährt gerade einige Bewohner ab.

Im Anschluss ging es dann in eine spektakulär konzipierte Einrichtung in Bestensee. Schon architektonisch ist die Einrichtung der Berliner Stadtmissionen mit ihrer runden Bauform etwas Besonderes. Mit ihrer Großzügigkeit und Offenheit bietet sie den BewohnerInnen ein großzügiges und außergewöhnliches Ambiente. Auch hier schilderten Mitarbeiter den Abgeordneten nach einer Besichtigung ihre Arbeit, kritisierten aber auch regionale Missstände und generelle Probleme in der Pflegepolitik.

Den Abschluss des zweiten Tourtages bildete der Besuch des Seniorenheims Wilhelm Busch in Schulzendorf. Die besondere Aufmerksamkeit hier galt der Zusammenarbeit mit Angehörigen.

Da sich dieser Tag ausschließlich dem Thema Pflege widmete, brachte die intensive Befassung einige wichtige Erkenntnisse hervor. So gibt es allgemeine Probleme, die alle Einrichtungen gemeinsam zu stemmen haben, aber auch regionalspezifische Missstände, die von den Rahmenbedingungen vor Ort abhängen. Alle Einrichtungen haben beispielsweise mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen, kritisieren die geringe Wertschätzung der Pflegetätigkeit und sehen sich mit dem Ausmaß an Bürokratie überfordert. So besteht ein großer Teil des Arbeitsalltages in der Absolvierung der aufwendigen Pflegedokumentation. Diese wichtige Zeit geht leider den BewohnerInnen verloren.

Zusätzlich gibt es regionalspezifische Missstände, wie schlechte medizinische Versorgung, sofern in der Region Ärztemangel herrscht. Ohne eine gute Kooperation mit Hausärzten können Pflegeeinrichtungen ihre Bewohner nicht vernünftig versorgen. Doch wir haben nicht nur Probleme und Missstände besprochen, sondern auch Lösungsansätze diskutiert. Hierzu zählen der Bürokratieabbau, die Gewinnung von Fachkräften und die Wertschätzung des Berufsstandes. Multimorbidität und hohe Pflegebedürftigkeit können durch gute Präventionsmaßnahmen vermieden werden.

Durch den Tag führte diesmal das Team des LINKEN Kreisvorsitzenden Michael Wippold, wofür sich der Arbeitskreis herzlich bedankt.  


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