Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content
Die Delegation im Nationalpark

Nationalpark Unteres Odertal

Schutz für eine naturnahe Oder

Vergangene Woche trafen sich LINKE Landtags- und Bundestagsabgeordnete mit dem Leiter des Nationalparks Unteres Odertal, Dirk Treichel, im Nationalparkzentrum Criewen zu einem Informationsaustausch. Dabei waren Dr. Kirsten Tackmann aus dem Bundestag sowie Anke Schwarzenberg, Isabelle Vandré und Carsten Preuß aus dem Landtag. Der einzige Auennationalpark Deutschlands wird durch die Oder geprägt. Sie ist einer der letzten frei fließenden und naturnahen Flüsse Europas und als einziger großer mitteleuropäischer Fluss auf 600 km nicht von einem Querbauwerk verbaut.

Carsten Preuß sagte dazu: „Wenn die Stromregelungskonzeption für die Grenz-Oder umgesetzt wird, würde das der Strukturvielfalt des Flusses schaden und stünde im Konflikt zu Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie. Ohne eine Umweltverträglichkeitsstudie kann dieses Konzept nicht Grundlage der laufenden Unterhaltungsmaßnahmen sein.“

Ziel der Stromregelungskonzeption ist es, eine durchgängige Wassertiefe von mindestens 1,80 Meter in der Oder zu erreichen. Dieses Ziel soll oberhalb der Warthemündung zu 80 Prozent, unterhalb zu 90 Prozent eines Jahres erreicht werden. Die Konzeption enthält unter anderem Regelungen zu einer neuen Gestaltung der Buhnen.

Richtig ist, dass Eishochwasser, hervorgerufen durch Eisstau, an der Oder ein Problem werden kann. Dafür müssen Lösungen entwickelt werden. Katastrophenschutz darf aber nicht vorgeschoben werden, um Flussausbau für die Schifffahrt zu betreiben. Preuß verwies darauf, „dass die Oder nicht nur eine Wasserstraße ist, sondern ein lebendiger Fluss. Insofern gilt es, neben den Erfordernissen für die Schifffahrt und den Eisaufbruch auch die ökologischen Belange zu berücksichtigen“.

Angesprochen wurde auch die Stellensituation im Nationalpark Unteres Odertal. Diese ist im Vergleich mit anderen deutschen Nationalparken am unteren Ende. Hier muss dringend aufgestockt werden. Denn die Naturausstattung des Odertals hat auch international das Potential für eine Spitzenposition.

Zudem gibt es Ausbaupläne auf polnischer Seite. Mit einem Weltbank-Projekt sollen insgesamt 21 Kanäle ausgebaggert und 32 Schleusen wieder in Betrieb genommen werden. Das würde auch die Oder massiv beeinträchtigen. Dabei wird an der Oder nur wenig Fracht befördert.

Außerdem wird von polnischer Seite die Polder- und Schöpfwerkssanierung im Zwischenoderland, nördlich von Mescherin geplant. Dadurch sind 6.000 Hektar Moorfläche gefährdet. Das Zwischenoderland zählt zu einem der größten intakten Durchströmungsmoore in Mitteleuropa.


Linksdruck aktuell

Zum Newsletter der Fraktion

Die Linke hilft

Spenden aus dem Sozialfonds der Fraktion

Auf dem Laufenden

Mitteilungen als RSS-Feed abonnieren

Der Koalitionsvertrag

Sicher, selbstbewusst und solidarisch: Brandenburgs Aufbruch vollenden.