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Verkehrspolitik

Querverbindung in Südbrandenburg: Ortstermin zur „Mittenwalder Bahn“

Per Draisine befuhren die Landtagsabgeordneten Christian Görke und Ronny Kretschmer in der vergangenen Woche ein Teilstück der Bahnstrecke zwischen Mittenwalde und Königs Wusterhausen – gemeinsam mit den Linksfraktionsvorsitzenden der Städte Zossen und Königs Wusterhausen, Carsten Preuß und Michael Wippold, sowie Frank Lienig vom Verein Pro Bahn. Seit 2006 rollen hier keine Züge mehr. In der anderen Richtung, zwischen Mittenwalde und Zossen, fuhren bis 2012 immerhin noch Gütertransporte zur BSR-Deponie in Schöneiche. Seit fünf Jahren allerdings ist die rund 15 km lange „Mittenwalder Bahn“ stillgelegt.

Doch das muss nicht so bleiben. Wie Christian Görke als verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag bei dem Ortstermin im Gespräch mit Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE) mitteilte, stellt die Bundesregierung in den kommenden Jahren Milliarden an Fördermitteln bereit, um stillgelegte Bahnverbindung zu reaktivieren. Bis zu 90 Prozent der Kosten könnten so getragen werden. Zum Abschluss seiner verkehrspolitischen Sommertour erklärte Görke dort: „Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, dann müssen wir die Bahn in die Fläche zurückbringen. Die Landesregierung ist jetzt gefordert, in eine Reaktivierungsoffensive einzusteigen. Denn Nebenbahnen dürfen keine Nebensache sein – nicht hier in Mittenwalde und auch nicht anderswo in Brandenburg!“

Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE fasste der Kreistag Teltow-Fläming kürzlich einen Beschluss zur Verbesserung des regionalen Nahverkehrs. Darin steht auch, die Landrätin möge sich beim Verkehrsminister dafür einsetzen, dass zwischen Zossen und Königs Wusterhausen wieder Züge fahren. Kornelia Wehlan findet es richtig, als Landkreis den Ausbau der Bahn proaktiv auf die Agenda zu setzen und gemeinsam mit dem Land zu sondieren, wie das schrittweise gelingen kann. Zumal es nicht nur südlich von Berlin an Querverbindungen zwischen den sternförmig von und in die Bundeshauptstadt verlaufenden Eisenbahnachsen fehle. „Immer mehr Verkehr auf die Straßen zu bringen funktioniert nicht. Wir brauchen die Schiene als Alternative zu den schon heute überlasteten Straßen in unserer Region.“

Für Frank Lienig von Pro Bahn ist es zweitrangig, ob auf der wiederbelebten Strecke eines Tages S-Bahnen oder Regionalzüge verkehren. Hauptsache, das Projekt kommt so bald wie möglich. Der Aktivist kann sich sogar noch mehr vorstellen: Nämlich den Anschluss der „Mittenwalder Bahn“ von Zossen an die 41 km lange und ebenfalls stillgelegte Strecke über Sperenberg nach Jüterbog. Auf diese Weise würden sogar drei Hauptbahntrassen – nämlich die „Cottbuser Bahn“ (RE2/RB24), die „Dresdener Bahn“ (RE5/RE7) und die „Anhalter Bahn“ (RE3/RE4) – wieder miteinander verbunden.


Tesla und Verkehr

Das von der Fraktion in Auftrag gegebene Gutachten zur Verkehrs-Erschließung des geplanten Teslawerkes in Grünheide finden Sie hier.

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