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Minderheitenpolitik

Personal für besseren Sorbisch/Wendisch-Unterricht ist da

Die bildungspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Kathrin Dannenberg, hat eine Kleine Anfrage zum Stand des Sorbisch/Wendisch-Unterrichtes in Brandenburg gestellt. Zur Antwort der Landesregierung erklärte die Abgeordnete: Im Unterschied zum Freistaat Sachsen hat Brandenburg ausreichend Lehrkräfte, die über die Lehrbefähigung für Sorbisch/Wendisch verfügen – allein im Bereich des Staatlichen Schulamtes Cottbus/Chóśebuz sind laut Landesregierung aktuell 63 Lehrkräfte mit einer Sorbisch/Wendisch-Ausbildung registriert, in anderen Schulamtsbezirken kommt noch einmal ein gutes Dutzend hinzu. Aktuell sind aber nur 38 Lehrerinnen und Lehrer als Sorbisch/Wendisch-Lehrkräfte eingesetzt.

Für mich heißt das: Brandenburg kann damit nicht nur das altersbedingte Ausscheiden von Sorbisch/Wendisch-Lehrkräften und Lehrkräften für den bilingualen Unterricht bis 2025 ausgleichen, sondern hat auch die Voraussetzungen, um mehr Qualität bei der Vermittlung und Revitalisierung der niedersorbischen Sprache an Grund- und weiterführenden Schulen zu sichern.

Dies wird aber nur gelingen, wenn mehr Lehrkräfte im aktiven Unterricht sind und kleinere Lerngruppen gebildet werden. Stundenausfall im Sprach- wie im bilingualen Unterricht muss durch bessere Personalausstattung abgefedert werden. Außerdem bedarf es eines durchdachten Konzeptes zur gezielten sprachlichen Qualifikation von Lehrkräften am Institut für Sorabistik in Leipzig, aber auch berufsbegleitend in Brandenburg.

Diese und weitere Maßnahmen sind als Schlussfolgerungen aus der Evaluierung der sorbischen/wendischen Bildungsangebote in den vergangenen Jahren zeitnah umzusetzen und müssen sich natürlich auch in der neuen Sorben/Wenden-Schulverordnung wiederfinden, die laut Ministerin Ernst zum Beginn des Schuljahres 2019/20 vorliegen soll. Dann kann die Revitalisierung der vom Aussterben bedrohten niedersorbischen Sprache in Brandenburg neuen Schwung bekommen!

Zum Hintergrund: In Sachsen und Brandenburg ist in den vergangenen Jahren intensiv darüber diskutiert worden, ob im Zusammenhang mit dem altersbedingten Ausscheiden von Lehrkräften mit einer Sorbisch-Lehrbefähigung mittelfristig ausreichend Lehrerinnen zur Verfügung stehen werden, um den Sprach- und den bilingualen Unterricht (deutsch/obersorbisch bzw. deutsch/niedersorbisch) in den Grund- und weiterführenden Schulen abzusichern.

Während Sachsen durch das Ausscheiden von mindestens 99 Lehrkräften bis 2025 vor gravierenden Problemen steht, ist die Situation in Brandenburg – das zeigt die Antwort auf die Kleine Anfrage - deutlich besser. Vorausgesetzt, es werden zeitnah begleitende Maßnahmen eingeleitet!


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