Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content
V.l.: Carsten Preuß, Kerstin und Lutz Pahl

Umweltpolitik

Carsten Preuß spricht bei Verleihung des Brandenburger Naturschutzpreises

Am Dienstag wurde der Blühstreifen Beelitz e.V. mit dem Brandenburger Naturschutzpreis ausgezeichnet. Seit zwei Jahren organisiert der Verein die Anlage von Blühflächen in der intensiv landwirtschaftlich genutzten Beelitzer Spargel-Region, mitten im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Diese Flächen sind Lebensraum für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten und tragen dazu bei, die Artenvielfalt zu erhöhen.

Mit umfangreicher Netzwerkarbeit, vielfältiger Öffentlichkeitsarbeit und überdurchschnittlich hohem Engagement spricht der Verein sowohl Landwirte und Gartenbaubetriebe als auch Kommunen und Privatpersonen an, berät sie, motiviert sie zur Beteiligung und begleitet sie bei der Umsetzung. So gelingt es dem Verein, langfristig große Akzeptanz und Verständnis für den Schutz der Insekten zu schaffen: 2017 wurden etwa 13 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Blühflächen umgewandelt, 2018 waren Ende April bereits 30 Hektar eingesät.

Neun größere Spargelbetriebe aus der Region haben bisher eine Zusammenarbeit mit dem Verein vereinbart und stellen ihm unentgeltlich Flächen zur Verfügung. Auch viele Privatpersonen hat der Verein bereits dafür gewonnen, sich für die Artenvielfalt in der Region einzusetzen. So gibt es in Beelitz immer mehr Garten- und Grundstücksbesitzer, die ihre Flächen blütenreicher und insektenfreundlicher gestalten.

In einem Grußwort machte der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion im Brandenburger Landtag, Carsten Preuß, darauf aufmerksam, dass mit dem dramatischen Insektensterben große wirtschaftliche und ökologische Schäden zu befürchten sind. Ein Umdenken im Umgang mit Insekten und ihren Lebensräumen hat daher bereits auch vielerorts begonnen. Ein Vorreiter dafür ist in der Region der Blühstreifen Beelitz e.V.

Heute können wir mitten im Spargelland blühende Oasen bewundern. Der Verein hat landesweit Maßstäbe gesetzt wenn es darum geht die Blühflächen optimal auf den Insektenschutz auszurichten. Blühflächen sind mehrjährig, verwendet wird regionaltypisches Saatgut, Pestizide und Düngemittel sind nicht zugelassen. Auch eine Nutzung ist nicht zulässig. Eine Befahrung der Flächen ist nur für den jährlichen Pflegeschnitt zum optimalen Zeitpunkt zulässig.

Im Sinne der biologischen Vielfalt ist eine Anlage von Blühflächen an Straßen nicht die optimalste Lösung. Besser ist es Blühstreifen entlang von Gräben, Bächen oder Flüssen, an Seen, Weihern oder Söllen oder auch an Waldrändern anzulegen. Optimal ist es wenn die Blühflächen Lebensräume vernetzen. Mit all diesen Fragen beschäftigt sich der Verein Blühstreifen Beelitz und setzt damit Maßstäbe in Brandenburg. Insofern freue ich mich, dass der Verein den diesjährigen Naturschutzpreis erhalten hat und gratuliere ganz herzlich. Ein besonderer Dank gilt den beiden Vorsitzenden des Vereins Kerstin und Lutz Pahl.

Seit 1998 zeichnet die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg richtungsweisende Leistungen im Bereich des aktiven, praktischen Naturschutzes, der nachhaltigen Landnutzung oder auch in der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung aus. Darüber hinaus können auch wissenschaftliche, planerische oder wirtschaftliche Leistungen mit dem Preis geehrt werden.


Linksdruck aktuell

Zum Newsletter der Fraktion

Die Linke hilft

Spenden aus dem Sozialfonds der Fraktion

Auf dem Laufenden

Mitteilungen als RSS-Feed abonnieren

Der Koalitionsvertrag

Sicher, selbstbewusst und solidarisch: Brandenburgs Aufbruch vollenden.