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Sozialpolitik

AK Soziales: Halbzeit der Sommertour

Spannend geht die Sommertour des Sozial-AKs auch am dritten Tage weiter. Derweil sich Dr. Andreas Bernig beim ersten Termin in Pritzerbe über ein Heimspiel im eigenen Wahlkreis freuen durfte, flog Andrea Johlige über München ein und erreichte somit erst den zweiten Termin. Sie hatte sich dafür eingesetzt, eine Abschiebung zu verhindern. Manchmal muss man einfach überall sein.

In Pritzerbe konnte sich der Arbeitskreis davon überzeugen, dass ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten sozialen Umfeld auch im Alter gut möglich ist. In einem neu errichteten Haus wurden 13 Wohnungen für Senioren und Seniorinnen geschaffen, die dort betreut leben und die Serviceleistungen des angrenzenden Pflegedienstes Nova in Anspruch nehmen können. Viele der Bewohner sind dankbar, ihr Dorf, ihre Freunde und ihre Familie nicht verlassen zu müssen. Selbst die MitarbeiterInnen des Hauses sind den Bewohnern teilweise ein Leben lang bekannt.

Später zeigte uns der Bürgermeister Günther Noack die vermutlich älteste Rohrweberei Deutschlands, die sich unmittelbar am Pritzerber See befindet. Liebevoll hat man dort einen Naturlehrpfad mit Steg in den See errichtet. Hier kann man lernen, entdecken und entspannen. Nach diesem aufschlussreichen und auch idyllischen Start in den Tag ging es weiter zum nächsten Termin nach Nauen.

In Nauen erwartete den Arbeitskreis das Leitungsteam der Havelland-Klinik. Gut vorbereitet wurden der Aufbau und die Arbeit der Einrichtung detailliert anhand einer Powerpoint-Präsentation dargestellt. Anschließend tauschte man sich über die Probleme in der Gesundheitsversorgung allgemein aus. Der Fachkräftemangel, von dem der Arbeitskreis auf seiner Tour bei fast jedem Termin zu hören bekam, hatte auch hier großes Gewicht.

Auch im anschließenden Gespräch mit dem Sozialdezernenten des Landkreises Havelland, Wolfgang Gall, kam der Fachkräftemangel zur Sprache. Weitere Probleme, die sich ebenso wie ein roter Faden durch die diesjährige Sommertour ziehen, waren die Versorgung mit Kitaplätzen und die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Hier wurden vor allem die zwingend erforderliche Stärkung der Selbstvertreterbewegung und ein gutes Landes-Ausführungsgesetz zur bundesgesetzlichen Regelung benannt.

Der letzte Termin des Tages führte in die Stadt Falkensee zur Migrationsberatungsstelle des Internationalen Bundes. Dort wurde der Arbeitskreis von einem hoch engagierten Team empfangen, was seine Beratungsstelle in nur sehr kurzer Zeit weit vorangebracht hat. Die Abgeordneten konnten hier viele Einblicke über das Leben der Migrant*Innen in Deutschland erhalten, die einem sonst verwehrt bleiben. Neben vielen Sorgen, Missständen und Problemen konnten die Abgeordneten auch pragmatische Lösungsvorschläge mitnehmen. So wurde nicht zu unrecht die Frage gestellt, ob wirklich jeder Mensch dem System optimal angepasst werden muss oder ob man nicht hin und wieder im System eine Individuallösung schaffen kann – vor allem aber, ob das System nicht soweit ausgestattet werden müsste, dass jeder Mensch weitestgehend ohne Hindernisse in ihm leben kann? Diese Frage stellte sich während der Sommertour nicht das erste Mal und nicht allein im Kontext der Migrationsarbeit.

Der Arbeitskreis freut sich nun auf den vorletzten Tag, der ihn diesmal in den Landkreis Oberhavel führen wird und nicht weniger spannende Gesprächstermine bereithält.


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