14. September 2017 Rassistische Straftaten

Nach Brandanschlag: Turnhalle in Nauen wiedereröffnet

Eröffnungsfeier in Nauen

Eröffnungsfeier in Nauen

Vor zwei Jahren steckten Neo­nazis in Nauen eine Turn­halle in Brand, die für die Unter­bringung von Flücht­lingen vorbe­reitet wurde - es war eine der schwer­sten fremden­feind­lichen Straf­taten in der Geschichte des Landes. Der Sach­schaden lag bei 3,5 Mio. Euro; Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Jetzt ist die Halle wieder aufgebaut, gestern wurde sie feierlich eröffnet. Mit dabei war die havelländische LINKEN-Abgeordnete Andrea Johlige, die auf ihrem Blog über die Veranstaltung berichtet:

»Eigentlich meide ich ja ›Bändchen-durchschneide-Termine‹, aber diese Wiedereröffnung ist mehr, als ein paar Reden, Häppchen und Band durchschneiden gewesen. Für mich war besonders bewegend, dass es nicht nur mir so geht, dass der Tag damals total präsent ist und ich sogar nicht einzelne Gespräche und Situationen wieder geben kann. So geht es – das war den Reden anzuhören – auch einigen anderen. Vor allem der Schulleiter des OSZ, Herr Vierjahn, hat mich gerührt. Er sprach mich darauf an, dass er mich, als ich an diesem Morgen an der Halle ankam, gebeten hat, ihn mal kurz in den Arm zu nehmen. Ich erinnere mich noch genau, es entsprach damals genau meinem Gemütszustand...

Und so war es heute tatsächlich ein besonderer Tag, nicht nur, weil es wichtig ist, dass Verwaltung, Politik und beteiligte Baufirmen dieses Projekt so schnell realisiert haben, sondern eben auch, weil es emotional ein guter Abschluss für diese Geschichte ist, die mit einem solchen Schock begann…« Weiterlesen