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Clara Zetkin und Rosa Luxemburg

Frauenrechte

100 Jahre Frauenwahlrecht - eine Zwischenbilanz

von Diana Bader, frauenpolitische Sprecherin

Es war vor 100 Jahren: Im November 1918 erkämpften starke Frauen wie Clara Zetkin das Wahlrecht für Frauen. Am 19. Januar 1919 war es dann soweit und sie konnten zum ersten Mal in Deutschland wählen. Die Zeitung „B.Z. am Mittag“ berichtete damals: „Äußerlich vollzieht sich die Wahl von 1919 genauso wie die von 1912. Und doch hat die ganze Sache diesmal ein anderes Gesicht, denn erstens sitzt am Wahltisch als Beisitzer eine Frau – die hätte dort früher nichts zu suchen gehabt – und dann sind unter den Wählenden mehr als die Hälfte als weiblichen Geschlechts zu bezeichnen.“

Seitdem wurde und wird für die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen gekämpft. Denn auch nach 100 Jahren ist die Gleichstellung noch nicht alltäglich. Eine persönliche Erfahrung: Ich musste als alleinerziehende Mutter (Jahrgang 1976) meine drei Kinder in Bewerbungen verheimlichen. Nur so hatte ich überhaupt die  Chance, auf den aussichtsreichen Stapel zu kommen. Übernimmt ein Mann Kindersorge, Einkauf und Haushalt, ist ihm großes Lob gewiss. Bei einer Frau ist tägliche Familienarbeit - zusätzlich zum Job – selbstverständlich. Das ärgert mich.

In meiner Brandenburger Landtagsfraktion DIE LINKE sind mehr als die Hälfte Frauen. Wir streiten und kämpfen gemeinsam mit den Männern für viele politische Themen, zu denen auch die Gleichberechtigung gehört. Das ist aber leider nicht in jeder Fraktion der Fall. Sowohl im Landtag als auch in den Kommunalparlamenten sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Damit Frauen nicht nur wählen dürfen, sondern sich auch als Gewählte aktiv einsetzen können, braucht es eine familienfreundliche Politik mit begleitenden  Angeboten. Als Stichworte sage ich nur Arbeits – und Betreuungszeiten, schneller und pünktlicher ÖPNV, nahe Einkaufsmöglichkeiten usw.

Ich möchte, dass künftig noch mehr Frauen in der Politik mitmischen, denn wir brauchen ihre Stimme, ihren Blick, ihr Denken und Tun. Deshalb bin ich Abgeordnete und Frauenpolitische Sprecherin unserer Landtagsfraktion DIE LINKE.


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