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Jörg Räder ist tot – ein Nachruf

Der Ausstellungsmacher, Karikaturensammler und pensionierte Landesplaner Jörg Räder ist tot. Er starb am 27. März im Alter von 68 Jahren bei einem Feuer in seinem Haus in Werbig. Wir sind traurig und fühlen mit seiner Familie und seinen Freunden.

Jörg Räder wurde 1950 in der DDR geboren und war ab 1977 Mitglied im Bund Deutscher Architekten. Nach der Wende arbeitete er in verschiedenen Funktionen beim Brandenburgischen Infrastrukturministerium und in der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg. Privat engagierte sich Räder für die Pflege der politischen Karikatur. Er sammelte Zeichnungen, war aktiv im Verein Cartoonlobby e.V. und arbeitete ehrenamtlich für das Cartoonmuseum Brandenburg in Luckau. Die von ihm kuratierten Ausstellungen wanderten durch das Land. Fürchterlich aufregen konnte sich Räder über den sinkenden Stellenwert politischer Karikaturen in der heutigen Medienlandschaft und die prekäre Situation, in der viele talentierte ZeichnerInnen deshalb leben müssen.

Am Tag vor seinem Tod war Jörg Räder bei uns in der Fraktion zu Gast. Er war auf Einladung der Abgeordneten Anita Tack gekommen, mit der er schon zu ihrer Zeit als Umweltministerin zusammengearbeitet hatte. Es ging um eine Ausstellung über den Klimawandel und die Energiewende – wir verabredeten, die ebenso humorvollen wie kritischen Zeichnungen im Sommer in den Räumen der Fraktion zu zeigen. Räder versprach, sich um die Organisation zu kümmern und versendete bereits am Morgen darauf erste E-Mails. Umso schockierter waren wir, als wir erfuhren, dass er nur wenige Stunden später bei dem Brandunglück ums Leben kam.

Mit Jörg Räder verliert Brandenburg einen engagierten Menschen, der sich für politische Kunst einsetzte und dabei den Finger in die Wunden sozialer Misstände legte. Er wird fehlen.