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Gedenken in Sachsenhausen

Büchel gedenkt ermordeter Sinti und Roma

Heute wurde in Sachsenhausen gemeinsam mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma an die Tausenden Roma und Sinti gedacht, die in das Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau deportiert und dort getötet wurden. Anlass war der Jahrestag des sogenannten

Heute wurde in Sachsenhausen gemeinsam mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma an die Tausenden Roma und Sinti gedacht, die in das Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau deportiert und dort getötet wurden. Anlass war der Jahrestag des sogenannten Himmler-Erlasses (16. Dezember 1942).

Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit gedachte auch Marco Büchel, als Mitglied des Linksfraktion und Vorsitzender des Europaausschusses, dieser Hinrichtungen.  Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, mahnte Marco Büchel mit Sorge an, die derzeitigen Entwicklungen in Europa aufmerksam zu verfolgen und  insbesondere junge Menschen für diesen Rechtsruck zu sensibilisieren.

Romani Rose verwies in seiner Ansprache darauf, dass „der Antiziganismus wie der Antisemitismus … eine jahrhundertealte Geschichte (haben), sie haben den Holocaust an 500.000 Sinti und Roma und sechs Millionen Juden mit ermöglicht. Historische Verantwortung jedoch ist unteilbar. Daher müssen Politik und Gesellschaft den offen wie den verdeckten Erscheinungsformen des Antiziganismus mit der gleichen Entschlossenheit begegnen, wie dies im Falle des Antisemitismus längst  demokratischer Konsens ist.“

An der Veranstaltung nahmen auch Schülerinnen und Schüler des Niedersorbischen Gymnasiums in Cottbus teil, die im ehemaligen Konzentrationslager einen Projekttag durchführten.