12. Januar 2018 Online-Handel

Abgeordnete im Gespräch mit Amazon-Betriebsrat

Am 10. Januar haben Abge­ordnete und Mitar­beiter der Links­fraktion den Amazon-Standort Briese­lang besichtigt. Neben dem Inter­esse an den Abläufen in dem Logistik­unter­nehmen standen die Arbeits­beding­ungen für die Ange­stellten im Mittel­punkt des Besuchs.

Nach der Vorstellung des Unternehmens und einem Betriebsrundgang trafen sich die Abgeordneten mit dem Betriebsrat des Standortes. Die Mitglieder des Gremiums thematisierten vor allem die mit ca. 20 Prozent recht hohe Zahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse bei der Stammbelegschaft. Krankheitsquoten würden verwendet, um Bonuszahlungen zu bemessen; die Gründe für die Verlängerung von Arbeitsverträgen wirkten oft willkürlich und richteten sich nicht nach sozialen Kriterien. Außerdem sei der Betrieb mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar. Auch die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung auf Bundesebene stand im Mittelpunkt der Forderungen der Betriebsratsmitglieder.

In einem folgenden Gespräch mit der Geschäftsführung diskutierten die Abgeordneten diese kritischen Punkte. „Befristete Arbeitsverträge führen zu großer sozialer Unsicherheit“, sagte die havelländische Abgeordnete Andrea Johlige. „Wer heute nicht weiß, ob er im nächsten Jahr noch einen Job hat, tut sich oft schwer damit, eine Familie zu gründen.“ DIE LINKE setzt sich deshalb dafür ein, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unbefristet beschäftigt werden. Darüber hinaus sollten soziale Kriterien bei der Auswahl der unbefristet Beschäftigten stärker berücksichtigt werden.

In dem weiteren Gespräch mit der Geschäftsleitung ging es um Themen wie das Gesundheitsmanagement der Angestellten oder das Engagement des Unternehmens in der Region bei der Zusammenarbeit und Unterstützung von Vereinen und Verbänden.