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28. November 2017 Gerrit Große

Monitoring soll Qualität von Kitas verbessern helfen

Gute Bildung fängt schon im Kindergarten-Alter an. Doch wie ist es in Brandenburg um die pädagogische Qualität frühkindlicher Bildung in den Kitas bestellt? Das wollen die Fraktionen von SPD, LINKE, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, durch ein `Qualitätsmonitoring für die frühkindliche Bildung´ untersuchen lassen. In einem gemeinsamen Antrag wird das Bildungsministerium gebeten, hierzu bis zum Ende des vierten Quartals 2018 ein Konzept vorzulegen (Drucksache 6/7693). Das Brandenburgische Kindertagesstättengesetz erlaubt solche Qualitätserhebungen. Derzeit wird davon aber kaum Gebrauch gemacht.

Das Konzept soll Qualitätsentwicklung begleiten sowie „ein unabhängiges und externes Qualitätsmonitoring beinhalten, das eine landesweite Erfassbarkeit grundlegender Merkmale ermöglicht und den Austausch zwischen den Trägern befördert“, heißt es in dem Antrag. Es soll sowohl der interessierten Öffentlichkeit als auch den Entscheidungsträgern einen Einblick in die unterschiedlichen Qualitätssicherungssysteme, den qualitativen Zustand der Kindertagesbetreuung und aktuelle Entwicklungen im Früherziehungssystem geben und langfristig angelegt sein. Zu dem Antrag, der im Dezember im Landtagsplenum behandelt werden soll, nehmen die bildungspolitischen SprecherInnen der Fraktionen wie folgt Stellung:

GERRIT GROßE, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Aus Sicht der LINKEN sind eine qualitativ hochwertige und elternbeitragsfreie Betreuung der Kinder wichtige Kriterien für eine gute Kita. Für beides kämpfen wir. Eine hohe Qualität in der Kita geht aber über das Betreuungsverhältnis hinaus. Deshalb fordern wir mit diesem Antrag, dass Konzepte und Abläufe der Betreuung in den Kitas überprüft und verbessert werden. Unser Ziel ist ein Brandenburger Qualitätssiegel für eine gute Kita.“

GABRIELE THEISS, SPD-Fraktion: „Brandenburg ist zu Recht stolz auf sein breites und vielfältiges Kita-Angebot. Im Bundesländervergleich verfügen unsere Kita-Erzieherinnen und Erzieher über eine überdurchschnittliche Qualifikation und wir haben verbindliche Bildungsstandards. Was wir leider wenig wissen ist, wie die Qualitätsprozesse in den Kitas tatsächlich gelebt werden. Auf freiwilliger Basis können sich jetzt jährlich bis zu 150 Kitas wissenschaftlich evaluieren lassen.“

GORDON HOFFMANN, CDU-Fraktion: „Unser Antrag ist die Vorstufe zu einer Art Qualitätssiegel für Kitas. Auf diese Weise können Eltern leichter einschätzen, wie gut ihre Kita arbeitet. Auf lange Sicht wird das dazu führen, dass sich alle Kitas an den besten Beispielen orientieren.“

MARIE LUISE VON HALEM, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Seit der Nubbek-Studie wissen wir, dass deutschlandweit 80 % aller Betreuungseinrichtungen nur mittlere Qualität haben, wir in Brandenburg aber gut qualifiziertes und hoch motiviertes Kita-Personal. Es wird sich also lohnen, pädagogische Prozesse und deren Weiterentwicklung in den Blick zu nehmen, um Kindern gute Startchancen zu geben.“