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1. August 2017 Thomas Domres

Völfalt mökt uns Brandenbörger stark!

Nicht nur auf Ober- und Nieder­sorbisch, sondern auch auf Nieder­deutsch hatte DIE LINKE im Sommer 2009 für „Vielfalt als Stärke einer Gesell­schaft“ geworben. Heute hat die rot-rote Landes­regierung zur Umsetzung dieses Ziels einen weiteren Bau­stein hinzugefügt – das Kabinett hat der Vereinbarung über die Grund­lagen der Zusammen­arbeit zwischen dem Land Brandenburg und der niedersorbischen Sprachgruppe zugestimmt. Der Prignitzer Landtagsabgeordnete Thomas Domres erklärt dazu:

Nicht nur aus meiner Heimat weiß ich, welche Bedeutung das Sprechen der in der Region verwurzelten Sprache, des Platts für viele Menschen bis heute hat. Auch bei einem unserer „Dienstagsgespräche“, das wir zum Thema „Niederdeutsch in Brandenburg“ veranstaltet hatten, wurde das deutlich. Aus erster Hand erfuhren wir, wie mannigfaltig die Formen sind, in denen die Regionalsprache Niederdeutsch in Brandenburg lebendig ist und mit welchen Problemen sich die Sprecher*innen im Alltag rumschlagen.

Für uns war das Grund genug, landespolitische Maßnahmen zur Pflege und zur Revitalisierung des Niederdeutschen zu fordern und damit eine Verpflichtung Brandenburgs nach der Europäischen Sprachencharta endlich umzusetzen. Mit der heutigen Zustimmung zur Vereinbarung hat die Landesregierung nun den Beschluss des Landtages „Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt in Brandenburg ausbauen“ (6/1902 – B) umgesetzt, der sie verpflichtete, „mit Verbänden und Vereinen, die sich der Verbreitung, Pflege und Revitalisierung der für das Territorium des Landes Brandenburg anerkannten Regional- und Minderheitensprachen widmen, konzeptionelle Eckpunkte zur weiteren Arbeit zu entwickeln“.

Dass das Land eine feste finanzielle Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro zusichert, ist erfreulich. Wir hoffen, dass diese Grundfinanzierung – wie jüngst bei der/dem durch das MASGF geförderten CD/Wörterbuch „Niederdeutsch in Pflege“ – auch künftig durch Mittel anderer Fachressorts ergänzt wird. Weitere Information, darunter auch ein Positionspapier vom Februar 2016, finden Sie hier.