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2. Mai 2017 Bettina Fortunato

Es ist fünf vor Zwölf

Bettina Fortunato, gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin, hat heute die Online-Petition zur kurzfristigen Verbesserung im Pflegebereich unterschieben. Fortunato erklärt dazu:

Die Probleme in der Pflege werden immer dringender. Darauf machen die Sozialverbände schon länger aufmerksam. Während  die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, sinkt die Zahl der Fachkräfte. Ambulante Pflegedienste haben große Probleme, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Gründe sind beispielsweise eine ständige Arbeitsüberlastung und die nicht adäquate Bezahlung. Sichtbar wird dies in steigenden Krankenständen und Fluktuation.

Die Petition ist ein Appell und verdeutlicht, wie kritisch die Situation vor allem in der ländlichen Region in Brandenburg ist. Unverhältnismäßig weite Anfahrtswege erschweren hier die Arbeit. Dies wird von den Pflegekassen bei der Vergütung nur unzureichend berücksichtigt, was zuerst zu Lasten der Leistungserbringer, aber natürlich auch der Pflegebedürftigen geht.

Die Bundesregierung hat mit zahlreichen Gesetzesänderungen, beispielsweise den Pflegestärkungsgesetzen und der Einführung der Pflegegrade, die finanzielle Situation der Pflegebedürftigen verbessert. Das hilft Betroffenen und ihren Familien aber nur, wenn auch professionelle Pflegekräfte zur Verfügung stehen.

Es ist ein Alarmsignal, wenn die Pflegedienste in Potsdam zusammensitzen und feststellen müssen, dass sie keinen Patienten mehr annehmen können. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Pflegekassen gleiche Leistungskomplexe in Berlin höher vergüten als in Brandenburg. Es ist Fachkräften nicht zu verdenken, dass sie dorthin gehen, wo sie für die gleiche Arbeit eine höhere Bezahlung erhalten. Hier liegt der Fehler im System, der schnellstmöglich behoben werden muss. 

Hinzu kommen die besonderen Bedingungen der ländlichen Räume wie beispielsweise in Märkisch-Oderland. Es darf nicht sein, dass Patienten, die auf dem Dorf wohnen, keinen Pflegedienst finden oder Pflegeverträge von Leistungsanbietern gekündigt werden, weil die Anfahrtswege zu lang sind. Wir wollen gleiche Lebensbedingungen in den ländlichen Regionen und dazu gehört auch in Würde alt zu werden.

Die Sozialverbände haben praktikable Vorschläge gemacht, jetzt sind die Bundesregierung und die Pflegekassen dran. Mit der Petition soll noch einmal auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam gemacht werden. Jeder kann morgen schon Pflegeleistungen in Anspruch nehmen müssen. 

Hier geht es zur Petition