Unser A bis Z

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Wohnungsleerstand/Stadtumbau

Nach 1990 sind in Brandenburg insbesondere in den Berlin fernen Räumen durch das Wegbrechen von Industrien und die damit verbundene Arbeitslosigkeit und Wegzüge in Größenordnungen als auch durch den demografischen Wandel bedingt ein Wohnungsleerstände entstanden, sodass betroffenen Kommunen nicht mehr waren, ihre städtebauliche Entwicklung in Form eine damit notwendig gewordenen Umbaus eigenständig zu gestalten. Neue und komplexe Herausforderungen bei der Stadtgestaltung sind hinzugekommen. Deshalb geht es für uns nicht einfach nur um Abriss, sondern zu gleich um Erhalt und Weiterentwicklung sowie um Lebensqualität unserer Städte.

Bundesweit kann weder der energetische noch der generationengerechte, immer mehr barrierefreie Umbau der Vielfalt der Wohnmöglichkeiten allein den Kräften des Marktes, geschweige denn die daraus folgende Last ausschließlich den Mieter_innen überlassen werden. Klar ist auch, dass die konkreten Handlungsspielräume immer mit den finanziellen Möglichkeiten der Bau- und Immobilienwirtschaft, den Unternehmen der Wohnungswirtschaft und besonders denen der Bürger_innen zusammenhängen.

Deshalb will DIE LINKE, dass das Stadtumbauprogramm in den ostdeutschen Ländern von Bund und Land voll weitergeführt wird, um die Wohnungsgesellschaften vor Ort zu entlasten. Wir streiten dafür, dass die Altschuldenentlastung auch nach 2013 fortgesetzt sowie die Wohnraum- und Städtebauförderung mindestens auf jetzigem Niveau fortgeführt wird. Der Anfang einer guten Entwicklung in Brandenburg darf nicht gestoppt werden. Denn diese Last hätten vornehmlich die Mieter_innen zu tragen.

Die in Brandenburg bestehende starke Differenz von Wohnungsleerstand auf der einen und Übernachfrage in den Berlin nahen Regionen, die Mietsteigerungen einhergehen, auf der anderen Seite muss durch entsprechende Fördermaßnahmen ausgeglichen werden.

Darüber hinaus brauchen wir in allen Kommunen ein soziales Marktsegment, damit sich sozial bedürftige bezahlbaren Wohnraum leisten können. In kommunalen Wohnungsgesellschaften gilt es Vorbildwirkungen zu initiieren, um Mieten zu regulieren und Mietpreissteigerungen zu dämpfen.