Unser A bis Z

Hier sind die aktuellen Grundpositionen der Fraktion zu einzelnen Politikfeldern zu finden. Das Angebot wird noch erweitert. Bei Fragen zu Themen, die hier noch nicht abrufbar sind, empfehlen wir den direkten Kontakt zu den Abgeordneten bzw.  zur Geschäftsstelle.

Schulpolitik

Gute Bildung braucht jeder Mensch für ein reiches selbstbestimmtes Leben, für die kompetente Mitwirkung an einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft sowie für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung, ohne die heute für die meisten Menschen weder Selbstbestimmung noch gesellschaftliche Teilhabe zu verwirklichen sind.

Auf Grund dieser umfassenden Bedeutung betrachten wir Bildung als ein Menschenrecht und ein öffentliches Gut, das nicht als Ware auf dem Markt gehandelt und auf seine Funktion als Standortfaktor begrenzt werden darf. Bildungschancen sind Lebenschancen.

Die rot-rote Koalition sieht in der bestmöglichen Bildung für alle von Anfang an die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Sie hat die Rahmenbedingungen für eine frühere und intensivere individuelle Förderung sowie für längeres gemeinsames Lernen verbessert, um zu mehr Chancengleichheit zu gelangen. Darin sieht sie gleichzeitig einen Beitrag zur Entkopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft.

Die drastischen Stellenkürzungen der vergangenen Jahre wurden gestoppt. Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität werden bis zum Ende der Legislatur mehr als 2000 neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt, das sind 750 mehr als ursprünglich im Koalitionsvertrag vereinbart. Die Lehrer-Schüler-Relation von 1 zu 15,4 bleibt erhalten.

Ab dem Schuljahr 2014/2015 hat die rot-rote Koalition die Unterrichtsverpflichtung der Grundschullehrer von 28 auf 27 Stunden und der Lehrkräfte an Oberschulen von 26 auf 25 abgesenkt. Lehrkräfte, die 35 Jahre und mehr im Dienst sind, kommen darüber hinaus in den Genuss, eine Stunde wöchentlich weniger unterrichten zu müssen.

Darüber hinaus hat die rot-rote Koalition zum 1.1.2014 zusätzlich 10 Mio Euro für die Bildung zur Verfügung gestellt, um die personelle Ausstattung der Schulen zu verbessern und den Unterrichtsausfall zu minimieren. 50 Prozent der Mittel wurden für die Schaffung von zusätzlichen 100 Lehrerstellen zur Verfügung gestellt. Die anderen 5 Mio Euro gehen als Budget an Schulämter bzw. Schulen, damit Schulen im Bedarfsfall kurzfristig für Unterrichtsvertretung vor Ort sorgen können.

Um Kindern aus einkommensschwachen Familien das Abitur und ein Studium zu ermöglichen und die Abiturquote deutlich zu erhöhen, hat die rot-rote Koalition zum Schuljahr 2010/2011 ein sog. „Schülerbafög“eingeführt.

Mit einem Pilotprojekt, an dem sich 84 Grundschulen im Land beteiligen, hat sich Brandenburg auf den Weg zu einer inklusiven Schule gemacht.

Langfristiges bildungspolitisches Ziel der LINKEN ist und bleibt eine Schule für alle, die sog. Gemeinschaftsschule, für die es gilt, in der Öffentlichkeit die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, denn eine solche Schule kann nur gelingen und gedeihen, wenn sie von unten wächst und den nötigen Rückhalt bei allen Beteiligten hat.