Unser A bis Z

Hier sind die aktuellen Grundpositionen der Fraktion zu einzelnen Politikfeldern zu finden. Das Angebot wird noch erweitert. Bei Fragen zu Themen, die hier noch nicht abrufbar sind, empfehlen wir den direkten Kontakt zu den Abgeordneten bzw.  zur Geschäftsstelle.

Kultur und Kunst

Das Land Brandenburg kann auf eine lange Tradition und eine lebendige, interessante Literatur, Musik-, Museums- und Theaterlandschaft, Gedenkstättenkultur, sorbische (wendische) Kultur und Sprache, bildende Kunst, Kunstgeschichte und Architektur verweisen.

Trotz erheblicher finanzieller Probleme und gravierender demografischer Veränderungen ist es gelungen, die das Land prägende kulturelle Substanz zu bewahren. Viel Neues ist in den vergangenen Jahren entstanden, aber leider wurden auch Klangkörper und Einrichtungen abgewickelt. Viele Künstlerlinnen und Künstler arbeiten unter schwierigen Bedingungen und in zum Teil ungesicherten Arbeitsverhältnissen.

DIE LINKE steht dafür, dass im Land Brandenburg der Zugang zu Kunst und Kultur für alle gesichert ist. Die Förderung von Kultur und Kunst darf sich nicht auf sog. „Leuchttürme“ beschränken, es muss ein breit gefächertes Angebot an Kunst und Kultur räumlich und sozial erreichbar für alle vorgehalten werden.

DIE LINKE setzt sich für eine starke finanzielle Mitverantwortung des Landes für Kultur bei gleichzeitiger Stärkung der Möglichkeiten der Kommunen ein. Wir treten für den Erhalt kommunaler Bibliotheken, insbesondere u.a auch von Farbbildbibliotheken im ländlichen Raum, Musikschulen und kultureller Begegnungsstätten, wie Kulturhäusern, Kinos oder Jugendklubs in jedem Kreis ein.

Brandenburg hat als erstes Bundesland bereits im Jahr 2000 auf der Grundlage eines Musikschulgesetzes die Einhaltung von Mindeststandards in der musischen Erziehung an Musikschulen gewährleistet.

Die Hauptanliegen der Volksinitiative „Musische Bildung für alle“, die hohe Qualität der musikalischen Erziehung an Musikschulen zu sichern und fortzuentwickeln und den Kreis der davon profitierenden Kinder und Jugendlichen kontinuierlich zu erweitern, wurden 2009 von der rot-roten Koalition aufgegriffen. Auf der Grundlage einer Evaluation hat die rot-rote Koalition das Musikschulgesetz novelliert, um mehr Kindern und Jugendlichen eine musikalische Bildung zu ermöglichen, Begabungen besser zu erkennen und zu fördern sowie junge Menschen auf ein mögliches Studium der Musik vorzubereiten. Gleichzeitig wurden die Kunstschulen in das Gesetz mit einbezogen.

SPD und DIE LINKE haben sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die Musikschulen des Landes, trotz einer überaus angespannten Haushaltssituation, mit zusätzlich 1,3 Mio Euro zu fördern. Mit diesen zusätzlichen Mitteln werden schwerpunktmäßig die sozialen Aspekte der Musikschularbeit unterstützt und ausgeweitet und vor allem sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche profitieren in ihrer musisch-künstlerischen Ausbildung von der zusätzlichen Förderung. Damit können die Bildungschancen aller Kinder Schritt für Schritt verbessert werden. Weiterhin hat sich die Koalition bemüht, auch in Zukunft die Rahmenbedingungen für eine lebendige Theater- und Orchesterlandschaft in Brandenburg sowie einen Mix aus freier Szene und etablierten Kultureinrichtungen zu erhalten. Den Bibliotheken im Land kommt nach Auffassung der Koalition bei der Förderung von generationsübergreifender kultureller Bildung eine herausragende Rolle zu.

Bei der Entwicklung der Museen und Gedenkstätten geht die Koalition davon aus, dass in enger Zusammenarbeit von Fachverbänden, Landeseinrichtungen, Museen in kommunaler Trägerschaft und lokal engagierten Vereinen und Interessengruppen das große Angebot im Land qualitativ weiterentwickelt werden kann. Die Tätigkeit der Museen und Gedenkstätten wird besonders unter dem Gesichtspunkt der Erinnerungskultur als wichtige Bildungsaufgabe in Zusammenarbeit mit Schulen und als Element der generationsübergreifenden politischen Bildung anerkannt. Die Koalition steht für eine integrative Minderheitenpolitik, die die Kulturen und Sprachen der ethnischen Minderheiten wie die Regionalsprachen als Bereicherung im Zusammenleben von Menschen in unserem Land und weltweit betrachtet.

Seit 2012 ist eine neue „Kulturpolitische Strategie“ öffentlich diskutiert worden, mit der die rot-rote Koalition die Kulturlandschaft in Brandenburg mittel- und langfristig erhalten, Gestaltungspielräume erweitern, neue inhaltliche Maßstäbe setzen, Vorhandenes besser nutzen und die Ressourcen bündeln will. Gegenwärtig läuft die Umsetzung dieser Strategie.