9. Dezember 2016 Schulkrankenschwester kommt

Gesunde Kinder lernen besser

Heute wurden die vertraglichen Vor­aus­setzungen für den Einsatz von Schul­kranken­schwestern in Brandenburg geschaffen. Im Rahmen eines Modellprojekts werden die ersten zehn Schul­kranken­schwestern ab Februar 2017 an Branden­burger Schulen zum Einsatz kommen. Dazu erklärt die gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin Bettina Fortunato:

Die Brandenburger Gesundheitspolitik will die Gesundheitssituation und Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen weiter verbessern. Das Modellprojekt „Schulkrankenschwester“ ist ein dazu Baustein. Denn Gesundheit und Bildung hängen eng miteinander zusammen und beeinflussen den späteren Lebensweg von Kindern maßgeblich.

Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag unterstützt das Projekt. Wir sind überzeugt, dass eine Schulkrankenschwester viel für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen an Grund- und weiterführenden Schulen tun kann. Darüber hinaus können die Integration chronisch Kranker und Schüler/innen mit Behinderungen in die Regelschule verbessert und Fehltage verringert werden Gleichzeitig entlastet die Schulkrankenschwester  die Lehrkräfte von fachfremden gesundheitsbezogenen Aufgaben.

Wenn Kinder und Jugendliche zunehmend mehr Zeit in der Schule verbringen, bspw. durch Ganztagsangebote, dann müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen.  Immer wieder gibt es an Schulen Probleme, weil Kinder regelmäßig Medikamente brauchen oder akute gesundheitliche Probleme auftauchen.

Zum Hintergrund: 2015 waren laut Gesundheitsamt 13,5 Prozent der untersuchten Einschüler chronisch krank. Jedes fünfte untersuchte Kind  hatte Sprach- und Sprechstörungen. 11,8 Prozent der Kinder kamen aus sozial benachteiligten Familien. Der Einsatz einer Schulkrankenschwester soll die Bildungschancen vor allem für gesundheitlich und/oder sozial benachteiligte Schüler verbessern.